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IG Metall: Arbeitsministerin Job-Vernichterin genannt

IG Metall: Arbeitsministerin Job-Vernichterin genannt

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Längere Zeit war es ziemlich ruhig geworden um und in der IG Metall. Jetzt melden sich die Stahlarbeiter mit Warnstreiks, die IG Metall reklamiert den Beschäftigungsrückgang im Schiffsbau und stellt fest, dass es immer weniger Ausbildungsplätze gibt.

Die Arbeitnehmervertreterin scheint aufgewacht, gut so, denn gerade jetzt brauchen die Bürger und Bürgerinnen starke Gewerkschaften, die sie vertreten.

Heute wurde die Arbeitsministerin Ursula von der Leyen von der IGM attackiert. Sie lade mit ihrer Politik dazu ein, auf Leiharbeiter zu setzen und verschärfe so den Abbau von regulären Arbeitsplätzen. Laut Detlef Wetzel (IG Metall-Vizechef) decken Firmen der deutschen Metallbranche ihren Arbeitskräftebedarf vor allem durch befristete Verträge und durch Leiharbeit ab.

Eine Umfrage unter 5100 Betriebsräten ergab, dass nur 15 Prozent der Betriebe überhaupt noch unbefristete Stellen schaffen würden. Die Umfrage wurde von der Gewerkschaft in Frankfurt vorgestellt. Wetzel nannte das Umfrage-Ergebnis alarmierend. Die Pläne der Ministerin würden den ungebremsten Abbau von Stammarbeitsplätzen sogar verschärfen. Die Regierung wurde aufgefordert, die Unternehmen in die Pflicht zu nehmen und Leiharbeiter genauso zu bezahlen wie Festangestellte. Auch ver.di-Chef Bsirske forderte Schwarz-Gelb zu einem stärkeren Engagement in dieser Frage auf.

Nachdem es zur Zeit viele Arbeitnehmerintitiaven, Demonstrationen und unzufriedene Bürger gibt, die der Regierung nur noch Fehlleistungen und Nichtregieren vorwerfen, wird es Zeit, dass sich die Gewerkschaften endlich einmal wieder geschlossen und engagiert nicht nur bei Lohnverhandlungen, sondern für alle Menschen und deren augenblicklichen Belange in dieser Republik stark machen.