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IATA: Flugverbot durch Vulkanausbruch kostet 1,7 Milliarden Dollar

IATA: Flugverbot durch Vulkanausbruch kostet 1,7 Milliarden Dollar

Durch die Luftraumsperrung über Europa, ausgelöst durch die Aschewolke des Vulkanausbruchs auf Island, sind nach Angaben des Weltluftfahrtverbands IATA (International Air Transport Association) Schäden in Höhe von 1,7 Milliarden US-Dollar (ca. 1,27 Milliarden Euro) entstanden.

Giovanni Bisignani, Generaldirektor der IATA sagte dass den Fluggesellschaften durch das Flugverbot Umsatz in der bezifferten Höhe entgangen ist. Alleine in der Zeit von Samstag bis Montag, als die meisten Lufträume geschlossen waren, sollen den Unternehmen 400 Millionen US-Dollar entgangen sein.

Bisignani übte Kritik an dem Flugverbot, denn eine Luftraumsperrung aufgrund von theoretischen Computermodellen dürfe nicht Grundlage für solch weitreichende Entscheidungen sein. Durch Testflüge, die von den Airlines durchgeführt wurden. Wäre bewiesen worden, dass die Modelle nicht richtig gewesen seien. Es wäre richtig gewesen den Luftraum in drei Gefahrenzonen einzuteilen, auch wenn das nicht von allen Staaten akzeptiert wurde.

Insgesamt kritisierte er, dass die Entscheidungen in Europa zu langsam und nicht effektiv genug getroffen wurden. Die Vulkanwolke hätte gezeigt, dass die Kompetenzen der Luftfahrtbehörden in Europa bündeln müsse und nicht mehr nur nationale belassen könne. Der Luftraum über Europa müsse einheitlich gestaltet sein, dafür würde er sich bereits seit zwanzig Jahren stark machen.

Bild: us-mission