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Hypo Real Estate: Pleite-Bank HRE viel Geld in Griechenland investiert

Hypo Real Estate: Pleite-Bank HRE viel Geld in Griechenland investiert

Deutsche Banken haben viel Geld in Griechenland investiert, allen voran hat die mittlerweile verstaatlichte Hypo Real Estate (HRE) besonders viel Geld in dem Balkan-Staat angelegt. Insgesamt hält die HRE ein Volumen von 7,9 Milliarden Euro. Besonders pikant: Während der Finanz- und Wirtschaftskrise musste die Bank massiv durch Staatshilfen gestützt werden.

Ein Sprecher der Bank hat am Mittwoch erklärt, dass die durchschnittliche Anlagedauer der betreffenden Griechenland-Anleihen derzeit bei 21 Jahren liegen würde. Aufgrund der finanziell angespannte Lage Griechenlands ist derzeit völlig unklar, ob und wann die Anleihen des südeuropäischen Landes abgeschrieben werden müssen. Auch die BayernLB soll ein Paket mit Griechenland-Anleihen halten. Der Umfang soll sich allerdings lediglich bei 300 Millionen Euro bewegen. Die Landesbank Baden-Württemberg hat auch in den Balkan-Staat investiert. Das Volumen soll bei zwei Milliarden Euro liegen.

Nachdem die Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2008 begonnen hatte musste die HRE mit einem Rettungspaket und staatlichen Garantien von über 100 Milliarden Euro gestützt werden und ist damals verstaatlicht worden. Aufgrund der Griechenland-Anleihen könnte die Bank jetzt schon wieder indirekt von staatlichen Hilfen profitieren, wenn Deutschland und die EU den südeuropäischen Staat unterstützen. Damit sich die HRE von ihren faulen Krediten und Altlasten befreien kann ist geplant, eine Bad Bank zu gründen, die solche Papiere aufnimmt. Unter anderem würden dann die Griechenland-Anleihen ausgelagert werden.