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HSH Nordbank: Von Bespitzelungen und Steuerdeals

HSH Nordbank: Von Bespitzelungen und Steuerdeals

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In der Spitzelaffäre gerät die HSH Nordbank zusehends unter Druck. Dem Kieler Landtag wurde ein Bericht der Sicherheitsfirma Prevent präsentiert, der unter anderem Züge von Charakterstudien enthält. Der Bericht erinnert stark an Stasi-Methoden und zeigt das ganze Ausmaß der Spitzelaffäre bei der HSH Nordbank. Der Bericht wurde dem Beteiligungsausschuss von Martin van Gemmeren, Vorstandsmitglied der HSH Nordbank, präsentiert.

Dirk Jens Nonnenmacher, Vorstandschef der HSH Nordbank, weist weiterhin die Vorwürfe weit von sich und verspricht alles aufzuklären.

Zu den Bespitzelungsvorwürfen sind nun auch noch Verdächtigungen hinzugekommen, nach denen die HSH Nordbank Millionensummen von Steuern nicht gezahlt habe. Luis Marti-Sanchez, einst Manager bei der HSH Nordbank und Leiter der Londoner Filiale, hat vor dem Beteiligungsausschuss des Kieler Landtags ausgesagt, dass es bei den Steuerzahlungen wohl Unregelmäßigkeiten gegeben habe.

Er hat sogar den Vorstand schwer belastet indem er sagte, dass alle Steuerdeals vom Vorstand abgesegnet wurden und auch der Aufsichtsrat entsprechend Kenntnis von solchen Vorgängen hatte. Allerdings hat Marti-Sanchez keine Beweise für seine Äußerungen. Einzig die Anzeige eines Hamburger Anwalts, dass die HSH Nordbank verdächtigt wird mindestens 100 Millionen Euro an Steuergeldern hinterzogen zu haben führt er als Beweis an. Von Seiten der Staatsanwaltschaft wird jedenfalls überprüft ob man diesen Vorwurf rechtlich verwerten kann.