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HSH Nordbank: Offenbar wurde wochenlang Verlustwarnung unterdrückt

HSH Nordbank: Offenbar wurde wochenlang Verlustwarnung unterdrückt

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/kaffeeringe/4425388054/sizes/l/in/photostream/##kaffeeringe
Bei der HSH Nordbank hat man anscheinend wochenlang eine Verlustwarnung unterdrückt und nicht publik gemacht. Die HSH Nordbank war in den vergangenen Monaten immer wieder durch Skandale in den Medien. Wie es scheint bahnt sich nun ein neuer Skandal an.

Laut „NDR“ sollen E-Mails eines Mitarbeiters, der vor Verlusten gewarnt hatte, nicht weitergeleitet worden sein.

Bereits im Herbst 2008 hat ein Mitarbeiter aus London die Zentrale in Hamburg gewarnt, dass auf die Bank hohe Verluste zukommen werden. Seine Warnung bezog sich auf ein Omega-Geschäft. Immerhin hat er vor Verlusten gewarnt, die damals 260 Millionen Euro umfasst hatten.

Damals hätten Dirk Nonnenmacherm, heutiger Chef der HSH Nordbank, damals noch Finanzvorstand und Martin van Gemmeren, heute Vorstandsmitglied, die E-Mail nicht an den damaligen Vorstand weitergeleitet, obwohl der Londoner Mitarbeiter direkt um Hilfe gebeten hatte. Erst drei Wochen nachdem die E-Mail in London abgesendet wurde hat der ehemalige Vorstand Hans Berger von dem Inhalt der E-Mail Kenntnis erlangt.

Nonnemacher und Gemmeren wollen ihre Hände reinwaschen indem sie verkünden lassen, dass sie davon nichts gewusst haben, da das Problem zunächst auf Mitarbeiter-Ebene diskutiert wurde. Man wäre sich nicht einig gewesen wie man die Transaktion verbuchen soll. Die Entscheidung hierüber habe eben drei Wochen gedauert.