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Heißes Wochenende im Wendland? Castor-Transport und Demo – 30.000 Atomkraftgegner

Heißes Wochenende im Wendland? Castor-Transport und Demo – 30.000 Atomkraftgegner

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/kleinegelbeente/3016043776/sizes/m/in/photostream/##Kleine Gelbe Ente
Am kommenden Samstag sollen, wie die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg mitteilt, 260 Busse mit Castor-Gegner zu einer Protestkundgebung bei Dannenberg kommen.

Es werden von beiden Seiten, Gegnern und Polizei etwa 30.000 Demonstranten erwartet. Am Freitag soll der Transport von elf weiteren Castor-Behältern mit hoch radioaktivem Müll von Valognes in Frankreich nach Gorleben starten. Ebenfalls wird es eine vermehrte Beteiligung von Landwirten mit ihren Traktoren geben.

Bis zum heutigen Tage wurden – so Polizeieinsatzleiter Friedrich Niehörster, mehr als 60 Demonstrationen, Kundgebungen und Protestcamps angemeldet. Es wird Kletteraktionen, große Sitzblockaden, Ankettungsaktionen entlang der Castor-Route geben. Selbst Sabotageaktionen sind geplant. Ebenfalls wollen mehr als 1.700 Atomkraftgegner und Anti-AKW-Gruppen die Lüneburg-Dannenberg-Bahnstrecke durch „schottern“ unbrauchbar machen.

Der kleine Ort Gorleben steht seit mehr als 30 Jahren im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Immer dann, wenn es um die Endlagerung von Atommüll geht, für dessen Entsorgung einzig und alleine der Steuerzahler zur Kasse gebeten wird. Die Verursacher danken es mit höheren Strompreisen und Milliardengewinnen!

Die Polizei wird bei ihrem Großeinsatz im Wendland vor ganz besonderen Herausforderungen stehen. Es bleibt nur zu hoffen, dass es nicht zu solch extremen Ausschreitungen kommt wie bei den harmlosen Demonstrationen gegen das Projekt Stuttgart 21, wo ein Demonstrant sogar sein Augenlicht verlor.

Immer öfter und vermehrt wird sich sicherlich in dieser Republik der Bürger zu Wort melden und demonstrieren, bis diese Regierung es endlich auch begreift, dass man den Bürger, von dem man noch in vollem Vertrauen gewählt wurde, auch anhören muss und nicht nur Lobby-Belange durchsetzen kann und an seinen eigenen Stühlen machtpolitisch klebt. Komme da, was wolle. Auf Dauer kann das in einer parlamentarischen Demokratie sicherlich nicht gut gehen.

Vermehrte Demonstrationen sind eine echte Warnung und es werden sicher immer mehr werden.