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Hausbank JP Morgan soll Milliardenbetrüger Madoff geholfen haben

Hausbank JP Morgan soll Milliardenbetrüger Madoff geholfen haben

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Der Insolvenzverwalter des Milliardenbetrügers Bernie Madoff klagt an, dass Madoff nur aufgrund der Hilfe seiner Hausbank JP Morgan Chase die Möglichkeit gehabt haben soll seine Opfer zu betrügen. In der Klageschrift des Konkursverwalters, Irving Picard, wird darauf verwiesen, dass die Bank „im Zentrum des Betrugs“ stehen würde.

Von Seiten der Großbank wurden die Vorwürfe sofort als haltlos zurückgewiesen. Irving Picard verdrehe die Tatsachen.

Der Konkursverwalter wirft JP Morgan Chase vor, dass man ein regelrechter Komplize Madoffs gewesen sei. Zwar hätten unzählige Banken die Betrügereien des Finanzbetrügers erst möglich gemacht, aber keine wäre dabei so weit gegangen wie JP Morgan Chase. Irving Picard verklagt das Kreditinstitut auf 6,4 Milliarden Dollar (ungefähr 4,7 Milliarden Euro) Schadenersatz.

Er wirft der Bank vor, dass deren Mitarbeiter schon lange vor der Verhaftung Madoffs hätten wissen müssen, dass es sich um einen Betrüger handelt. Die Bank hätte die Behörden erst im Oktober 2008 informiert, obwohl man schon jahrelang einen Verdacht hatte, so Irving Picard. JP Morgan Chase hätte über zwei Jahrzehnte hinweg „einzigartigen“ Einblick in die Finanzwelt des Bernie Madoff gehabt.

Bernie Madoff ist der wohl größte Finanzbetrüger. Er hat über viele Jahre hinweg Anleger und Investoren um geschätzte 65 Milliarden Dollar gebracht. Im Jahr 2009 wurde er im Alter von 72 Jahren zu einer Haftstrafe von 150 Jahren verurteilt.