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Hausarzt-Honorare: Streit kocht hoch

Hausarzt-Honorare: Streit kocht hoch

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/lulieboo/3251750467/sizes/m/##lauren nelson
Der Streit um die Hausarzt-Honorare geht in die nächste Runde und kocht immer mehr hoch.

Berlin – Der Deutsche Hausärzteverband will sich mit einer Kampagne, die im ganzen Bundesgebiet gestartet werden soll, gegen das Vorhaben der Einsparungen von Bundesgesundheitsminister vorgehen. Die Aktionen sollen bis hin zu Schließungen von Praxen der Ärzte reichen. Vorerst wolle man zu diesem Mittel aber nicht greifen, so Ulrich Weigelt, Vorsitzender des Verbandes.

Der Streit zwischen Gesundheitsminister Rösler und Hausärzten ist wegen der Honorare, die nicht mehr gezahlt werden sollen, ausgebrochen. Gesundheitsminister Philipp Rösler will die Honorare der Hausärzte begrenzen. Sie sollen keine höheren Zuwächse beim Honorar bekommen als andere Ärzte.

Bisher haben die meisten Hausärzte auf das gewöhnliche Honorar noch einen Zuschlag erhalten, wenn sie Hausarztverträge mit den Kassen geschlossen hatten, der dann wegfallen würde. Die Hausarztverträge wurden einst unter Ulla Schmidt (SPD) eingeführt, damit die Hausärzte einen besseren Überblick über die Gesamtbehandlung eines Patienten hatten. Hintergrund ist aber nicht nur die bessere Übersicht, sondern die Krankenkassen sollten durch dieses Modell Geld sparen. Bis heute ist dies aber nicht belegt.