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Hartz IV: DGB attackiert öffentlich die Bundesregierung

Hartz IV: DGB attackiert öffentlich die Bundesregierung

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Die Bundesregierung muss sich auf stürmische Wochen einstellen. Neben den Querelen wegen der AKW-Laufzeitverlängerung steht ihr neuer Ärger durch die magere Erhöhung der Hartz IV-Regelsätze um fünf Euro ins Haus.

Michael Sommer, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), hat bereits angekündigt, dass man sich im Rahmen einer Großdemonstration Luft machen werde. Sommer verkündete, dass man heiße Antworten ernten wird, wenn man soziale Kälte predigen würde.

Sommer hat sogar die Bundeskanzlerin angegriffen und gesagt, dass deren Herbst der Entscheidungen, einer der falschen Entscheidungen sei. Er führte weiter aus, dass die Bundesregierung kein Interesse daran gezeigt hätte Hartz-IV-Empfängern ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen, sondern lediglich in „Populismus á la Sarrazin“ verfallen würde.

Die Koalition hat vor den Regelsatz für Hartz IV um fünf Euro von 359 auf 364 Euro monatlich anzuheben. Außerdem brüstet man sich, dass es Essensgutscheine, Mineralwasserzuschüsse sowie ein verbessertes Bildungs- und Sportangebot für Kinder in Hartz-IV-Familien geben werde. Die Regierung ist gar der Meinung, dass man hier eine gerechte Bewertung vorgenommen habe.

Sicherlich muss darauf geachtet werden, dass Arbeitslose kein höheres Einkommen erzielen als Arbeitende. Allerdings sollte vielleicht gerade bei den unteren Einkommen endlich mal angesetzt werden und der Frisör oder der Bäckereiangestellte in den Gehaltsbereich gebracht werden, dass er sich ein menschenwürdiges Leben leisten kann. Unter dieser Voraussetzung würde eine Anpassung der Hartz-IV-Regelsätze auch anders ausfallen.