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Hartz IV-Bildungspaket: Gerade beschlossen schon ein Flop? Kaum Anträge – Regierung spart

Hartz IV-Bildungspaket: Gerade beschlossen schon ein Flop? Kaum Anträge – Regierung spart

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/midwestgrrl/2398528589/sizes/m/in/photostream/##midwestgrrl
Jetzt will sie ein Spitzengespräch am Runden Tisch einberufen, Ursula von der Leyen, Arbeitsministerin. Sie kämpfte für das so umstrittene Bildungspaket wie die Mutter um ihre Kinder. Sie opferte ihren Schlaf bei vielen Sitzungen, zeigte sich äußerst kämpferisch, für nichts?

Jetzt zeigt sich, dass mit dem Bildunspaket wieder einmal eine Regierungsentscheidung getroffen wurde, die vielleicht sogar gut gemeint war aber schlecht gemacht wurde. Über den erheblichen bürokratischen Aufwand, der damit verbunden ist, wusste man bereits vor der Entscheidung. Und nun wird die zusätzliche Leistung für Hartz-IV-Kinder so gut wie gar nicht abgerufen.

Jetzt wird analysiert, obwohl man es eigentlich schon wissen könnte, warum nur zwei Prozent der 2,5 Millionen berechtigten Familien bis jetzt in der Bundesrepublik laut einer „Spiegel-Online“-Umfrage dieses „Geschenk“ nutzen wollen. Die Vizechefin der SPD, Manuela Schwesig bringt es auf den Punkt.

Besser wäre dieses Angebot aufgehoben, hätte man es den beteiligten Initiatoren wie Kitas, Schulen und Vereinen selbst überlassen, das Geld den bedürftigen Kinder zukommen zu lassen mit ihren entsprechenden Angeboten. Vom Erwerbslosenforum Deutschland wird der „Mutter des Bildungspakets“ von der Leyen sogar vorgeworfen, die Antragsverfahren für die Leistungen absichtlich so kompliziert zu haben, dass viele Eltern mit der Beantragung nicht umgehen könnten, nicht einmal wüssten, ob sie überhaupt einen Anspruch hätten.

So kann man wieder einmal an den Ärmsten sparen, während Gelder in riesigen Mengen für andere Subventionen immer bereitstehen und sofort unkompliziert ausgezahlt werden.