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Harte Zeiten für Ratingagenturen – EU will Strafen verhängen

Harte Zeiten für Ratingagenturen – EU will Strafen verhängen

Die Ratingagenturen waren in den vergangenen Wochen immer wieder im Mittelpunkt kontroverser Diskussionen. Sie haben durch ihre Bewertung von Staaten mit entsprechenden Turbulenzen am Markt gesorgt.

Michael Barnier, EU-Kommissar, plant nach Angaben des „Handelsblatts“, dass es künftig härtere Strafen und eine verbesserte Kontrolle geben soll. Von Seiten der EU sollen in Zukunft die Ratingagenturen deutlich besser kontrolliert und bei Verstößen gegen die Regeln wesentlich härter bestraft werden.

Die EU plant eine europäische Börsenaufsicht, die European Securities and Markets Authority (ESMA). Die ESMA soll künftig mit den Kompetenzen ausgestattet sein, die es der Behörde ermöglichen, sehr detaillierte Ermittlungen bei den Ratingagenturen durchzuführen, so der Entwurf Barniers.

Es soll der Behörde gestattet werden, Büroräume der Bewertungsagenturen zu durchsuchen, jegliche Geschäftsunterlagen einzusehen und Verhöre mit verdächtigen Personen durchzuführen. Sollte sich ein Verdacht bestätigen, dann können hohe Geldstrafen verhängt werden. Schon mit Beginn des nächsten Jahres soll die ESMA, deren Sitz in Paris geplant ist, ihre Arbeit aufnehmen.