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Große Lüge: Öko-Strom nicht durch Abgaben teuer – Falsche Zahlen durch RWI-Gefälligkeitsgutachten

Große Lüge: Öko-Strom nicht durch Abgaben teuer – Falsche Zahlen durch RWI-Gefälligkeitsgutachten

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/tillwe/4736052383/sizes/m/in/photostream/##tillwe
Zur Zeit hört man ständig, dass der Solarausbau den Strom drastisch verteuere. Immer wieder wird, wie Monitor (ARD) jetzt in seiner letzten Sendung aufdeckte, dazu das Gutachten des Essener Wirtschafsforschungsinstituts RWI zitiert.

Es wird dort gerechnet, dass Stromkunden Subventionen von 64 Milliarden Euro für die schon installierten Solardächer zahlen müssten. So der Autor der Studie, Prof. Dr. Manuel Frondel, der weiter ausführt, dass der Ausbau der Photovoltaik und die enorme Förderung von Solarstrom sehr hohe Kosten verursache, wenig Strom produziere und keinen Klimaschutz bewirke.

Der Solarenergieförderverein Deutschland e.V. meint, dass das System Methode habe im Sinne der Stromkonzerne. Solarstrom ist mittlerweile eine Riesenkonkurrenz für die Konzerne und das wird immer mehr. Selbst das wirtschaftsnahe Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sagt, dass Ökostrom so erfolgreich sei, dass er den vier großen Energiekonzernen weh tue.

Prof. Claudia Kemfert (DIW) von Monitor befragt antwortet: „Wie groß der Preis senkende Effekt von Ökostrom ist, hat die Bundesregierung schon vor zwei Jahren berechnen lassen. Ergebnis für das Jahr 2005: zwei bis drei Milliarden, 2006: drei bis fünf Milliarden. So spart Ökostrom Milliarden. In einer korrekten Rechnung müsste man das eigentlich von den Förderkosten für Ökostrom abziehen. Und was macht das RWI in seiner Studie? Es ignoriert diesen Effekt. Danach bleiben von 64 Milliarden Solarförderung noch knapp 55 als Gesamtsumme für 30 Jahre. Also 1,82 Milliarden pro Jahr. Und weiter meint sie zu den Zahlen des RWI-Gutachtens: „Es sind Horrorzahlen, denn es sind Berechnungen, die wirklich vom oberen Rang der Kosten ausgehen als so genanntes worst case Szenario, als schlimmstes Szenario, was angenommen werden kann.“

Gunnar Harms, Bund der Energieverbraucher und Strom-Einkäufer großer Konzerne, hat in Berechnungen nachgewiesen, dass die Börsenkurse für Strom gefallen sind, der Vorteil landet allerdings nicht beim Kunden sondern in den Gewinnmargen der Stromkonzerne.

Monitor fragt nach, wer denn der Auftraggeber der RWI-Studie sei und bringt Dr. Frondel in äußerste Verlegenheit. Es gebe keinen Auftraggeber, so seine Äußerung. Allerdings muss er dann beim Nachhaken zugeben, dass es einen „Drittelgeber“ gebe, ein Washingtoner Institut und behauptet, dieses sei unabhängig. Monitor stellt fest, dass dieses Institut eine von Öl- und Kohlekonzernen finanzierte Lobbyorganisation ist. Es führt Medienfeldzüge gegen alle Pläne Präsident Obamas, Solar- und Windenergie zu fördern. Laut Dr. Frondel war das dem RWI nicht bekannt. Er versucht sich ständig herauszureden und es ist offensichtlich, dass er nicht mehr weiß, wie er begründen soll, dass der Geldgeber nicht wie rechtlich gefordert in der Studie genannt wird. Er windet sich in dem Interview ständig um die Wahrheit herum.

Was verwundert ist, dass man nach dem Bericht von Monitor nicht einen lauten Aufschrei von allen betroffenen Organisation, Unternehmen und den Stromkunden hört, damit sich endlich beim Strompreis etwas ändert. Die Stromkonzerne werden immer dreister, gewinnträchtiger und der Bürger weiß nicht einmal mehr, wie er noch sparen soll, um die horrenden Stromkosten, die nicht einmal nötig wären, zu bezahlen.

Hier muss schnellstens etwas geändert werden.