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Größter Glücksspielkonzern Deutschlands sponsert verdeckt Parteien

Größter Glücksspielkonzern Deutschlands sponsert verdeckt Parteien

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Chefs des führenden Spielhallen-Konzerns Gauselmann AG haben mehr als eine Million Euro an alle regierenden Parteien in der Bundesrepublik gespendet. Durch verdeckte Parteispenden wurden CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne gesponsert.

Laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ ist vom Konzernchef Paul Gauselmann versucht worden, für die umstrittenen Spielhallen strengere Auflagen zu verhindern, obwohl diese bereits im Jahr 2006 gelockert wurden.

Die Manager des Konzerns wurden aufgefordert, Abgeordnete aller regierenden Parteien immer wieder finanziell zu unterstützen, um so mehr Verständnis für die Spielautomatenbranche zu erreichen. Das belege ein internes Rundschreiben. Wenn Bundestagswahlen anstanden, sollen bis zu 70.000 Euro an verdeckten Spenden geflossen sein, in den Jahren außerhalb der Wahlen immerhin noch 50.000 Euro. Zusätzlich wurden von Gauselmann, seiner Familie und den Firmen noch einmal Tausende von Euro pro Jahr für die Parteien und ihre Politiker locker gemacht.

Martin Morlok, ein Parteienrechtler äußerte sich in der „Süddeutschen Zeitung“ dementsprechend und sprach von einem „besonders raffinierten System“. Jetzt wurde von der CDU mitgeteilt, dass alle Spenden des Glücksspielkonzerns überprüft würden. Laut Statistik gibt es bundesweit 500.000 krankhaft spielsüchtige Betroffene. Obwohl dies ein unhaltbarer Zustand ist und immer mehr Menschen spielsüchtig werden, wird jetzt politisch auf eine von Gauselmann vorgeschlagene Chipkarte gesetzt ohne die Glücksspiel-Automaten-Regelungen vielleicht einmal zu verschärfen.

Hauptsache die Konzerne können weiter ihren Reibach machen, auch wenn unkontrolliertes Glücksspiel nachgewiesenermaßen Menschen krank machen und ins Unglück stürzen kann. Die Kosten trägt wie immer der Steuerzahler.