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Griechenlandkredite müssen nicht gewährt werden

Griechenlandkredite müssen nicht gewährt werden

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/pixie_bebe/27821511/sizes/o/##pixie_bebe
Griechenland soll mit 80 Milliarden Euro von den Staaten der Eurozone gestützt werden. Allerdings sind die Länder nicht verpflichtet unbedingt zu zahlen. Es gibt zwei Möglichkeiten wie sie sich der Zahlung entziehen können.

Einem Bericht der „Bild“ zufolge können die Kredite annulliert werden, wenn ein Verfassungsgericht eines Geberlandes oder der Europäische Gerichtshof die Vergabe des Kredites als verfassungswidrig erklärt.

Dies soll laut „Bild“ in der Gläubigervereinbarung und im Darlehensvertrag der zwischen Griechenland und den Eurostaaten vereinbart ist festgehalten sein. In dem Vertrag soll fixiert sein, dass der Vertrag oder der Teilvertrag des Landes, das betroffen ist, annulliert wird, sollte das nationale Verfassungsgericht oder der Europäische Gerichtshof gegen die Kreditvergabe entscheiden. Jedoch muss Griechenland in diesem Fall das Darlehen nicht sofort zurückzahlen.

Die zweite Ausstiegsklausel besagt, dass ein Darlehen an Griechenland annulliert wird, wenn ein Geberland dafür selbst einen Kredit aufnehmen müsste, wenn dafür mehr Zinsen fällig würden als Griechenland an das Geberland zahlt. Die Zinsdifferenz soll dann von den anderen Euroländern gezahlt werden. Sollten diese wiederum die Zahlung der Differenz verweigern, muss das Geberland den Kredit an Griechenland nicht gewähren.

Um Griechenland zu stützen und aus der Krise zu führen haben der Internationale Währungsfonds, die Euroländer und die Europäische Kommission vereinbart, dass Griechenland Finanzhilfen in den kommenden drei Jahren mit einem Volumen von bis zu 110 Milliarden Euro erhalten wird.