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Griechenland setzt Sparpläne mit Gewalt durch – Bürger niedergeknüppelt

Griechenland setzt Sparpläne mit Gewalt durch – Bürger niedergeknüppelt

Die massiven Sparpläne, die von der griechischen Regierung umgesetzt werden, haben dazu geführt, dass viele wütende Bürger ihren Unmut öffentlich auf der Straße zeigen. Die Polizei hat auf vermummte Steinewerfer mit Schlagstöcken und Tränengas reagiert.

Die Polizei geht gegen Demonstranten mit Pfefferspray vor. Die Menschen haben Spruchbänder gezeigt, die gegen den Internationalen Währungsfonds (IWF) gerichtet waren. Man geht davon aus, dass die Gruppierung dem linksgerichteten politischen Lager zuzuordnen ist. Vor dem Ministerium haben sich ungefähr 500 Demonstranten zusammengefunden, die teilweise versucht haben, die Polizeikette zu durchbrechen. Dabei haben sie gegen die einschneidenden Haushaltskürzungen protestiert.

Derzeit steht die Regierung mit der Europäischen Union (EU) und dem IWF in Verhandlung über mögliche Finanzspritzen in Milliardenhöhe, die dem Balkanstaat vorerst helfen sollen. Schon seit mehreren Tagen gibt es in Athen heftige Proteste, denn die Bevölkerung befürchtet große Einschnitte bei Renten, Einkommen, im sozialen Bereich und höhere Steuerbelastungen. Von der EU und dem IWF wird verlangt, dass das derzeitige Haushaltsdefizit von 13,6 Prozent auf 3,6 Prozent bis Ende des nächsten Jahres gesenkt wird.

Bild: endiaferon