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Griechenland: Risikoaufschläge steigen erneut – Situation wird kritischer

Griechenland: Risikoaufschläge steigen erneut – Situation wird kritischer

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/teveve/1481205337/##Viktor Kaposi
Aufgrund der Tatsache, dass die Europäische Zentralbank (EZB) nun große Gelder von den Kreditinstituten zurückfordert könnten die Märkte erneut sehr nervös werden. Eine Folge daraus könnte sein, so Analysten, dass der Druck auf die europäischen Schuldenländer, deren Staatsanleihen ohnehin schon in den vergangenen Monaten mit massiven Risikoaufschlägen zu kämpfen hatten, wieder steigt.

Besonders Griechenland, das sowieso schon enorme Probleme hat sich zu refinanzieren, könnte erneut in den Fokus geraten und hätte mit neuerlichen Risikoaufschlägen zu kämpfen. Gerade in einer Phase, in der man dachte, der Balkanstaat sei auf dem richtigen Weg und könne sich doch irgendwie aus der Schuldenkrise befreien, wäre dies Gift für die konjunkturelle Entwicklung des Landes, aber auch für die Stimmung in der Gesellschaft. Diese hatte auf die Sparpläne der Regierung vor ein paar Wochen mit massiven Protesten reagiert.

Problematisch wirkt sich außerdem die Tatsache aus, dass die Geschäftsbanken ihre als Sicherheiten hinterlegten Papiere zurückerhalten. Viele dieser Staatsanleihen würden die Finanzinstitute recht schnell abstoßen, um sich der Risiken zu entledigen. Alleine am Freitag sind die Risikoaufschläge für griechische Staatsanleihen mit einer zehnjährigen Laufzeit auf 10,436 Prozent gestiegen. Das Land scheint nicht zur Ruhe zu kommen.