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Griechenland-Krise: Wirtschaftsminister warnt vor Inflation

Griechenland-Krise: Wirtschaftsminister warnt vor Inflation

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/lesum/2465258326/sizes/m/##Lesum

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) warnt vor einer Inflation. Dabei sollte das oberste Gebot der Bundesregierung die Bekämpfung der Geldentwertung sein.

Experten prognostizieren derzeit dem Euro aufgrund der Krise in Griechenland und einiger finanziell stark angeschlagener Eurostaaten den Verfall der Gemeinschaftswährung.

In Deutschland haben 52 Prozent der Menschen Angst vor einer Inflation. Insbesondere unter Rentnern sind die Sorgen groß. Hier liegt der Anteil der Befragten bei 63 Prozent, die Angst vor der Inflation haben. Das hat eine Emnid-Umfrage ergeben, auf die sich die „Bild am Sonntag“ beruft. Sogar 59 Prozent der Befragten raten dazu, die Wiedereinführung der D-Mark zu prüfen.

Die Inflation wäre die „größte soziale Ungerechtigkeit“, so Brüderle. Besonders Rentner und Geringverdiener wären von einer inflationären Wirkung betroffen. Brüderle beschwichtigt, dass kein Anleger Angst um sein Geld haben muss, auch nicht vor dem Hintergrund der aktuellen Währungskrise.

Thomas Mayer, Chefvolkswirt der Deutschen Bank warnte, dass der Euro stark unter Druck geraten sei und sich dieser Zustand nicht ändern würde, solange Griechenland Unsicherheit in den Markt bringt und andere Mitgliedsstaaten finanziell angeschlagen sind. Er sieht den Kursunterschied zum Dollar immer weiter schrumpfen, bis eventuell sogar Parität erreicht sein könnte.