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Griechenland-Krise: Kredite könnten wesentlich höher werden

Griechenland-Krise: Kredite könnten wesentlich höher werden

Die Kredite für Griechenland, die Deutschland bereitstellen könnte, werden allem Anschein nach deutlich höher werden als bislang vermutet, so Unionskreise. Dabei wird auch von einem Totalverlust für Deutschland gesprochen.

Ein CDU-Präsidiumsmitglied hat gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ gesagt, dass die Koalitionsparteien mit deutlich höheren Krediten für Griechenland rechnen als die öffentlich proklamierten 8,4 Milliarden Euro. Ferner führte er aus, dass bereits jetzt klar wäre, dass die Kredite nicht zurückgezahlt werden. Insgesamt haben die Staaten der Eurozone dem finanziell stark angeschlagenen südeuropäischen Land 30 Milliarden Euro Hilfe und der Internationale Währungsfonds (IWF) nochmals 15 Milliarden Euro zugesagt.

Die Europäische Zentralbank hat nach einem Verteilungsschlüssel bestimmt, dass Deutschland dabei einen Kredite in Höhe von 8,4 Milliarden Euro gewähren soll. Aus Expertenkreisen ist jedoch zu vernehmen, dass der Kapitalbedarf Griechenlands deutlich höher ist, was sich auch in der vergangenen Woche anhand der Tatsache gezeigt hätte, dass die Schuldenquote Griechenlands erst hochgestuft und das Rating des Balkan-Staates durch Moody’s herabgesetzt wurde. Das CDU-Präsidiumsmitglied hat das Vorgehen Griechenlands als ziemliche Sauerei bezeichnet.

Michael Fuchs, Unions-Fraktionsvize, sagte gegenüber der „Frankfurter Rundschau“, dass er erhebliche Bedenken hätte, denn er könne nicht erkennen, dass Athen den Ernst der Lage begriffen hat. Ankündigungen aus Griechenland würden nicht reichen, man müsse handeln und Maßnahmen umsetzen, bevor Gelder transferiert werden.