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Griechenland-Krise: Harte Bedingungen für Kredite aus Deutschland

Griechenland-Krise: Harte Bedingungen für Kredite aus Deutschland

Generell haben sich Union und SPD für Kredite ausgesprochen, die Athen erhalten soll. In Griechenland gehen unterdessen Streiks gegen die harten Sparmaßnahmen der Regierung weiter und werden neben den Fähren auch auf die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr ausgeweitet.

In Athen verhandelt die griechische Regierung mit der Europäischen Union (EU), dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank weiter über das geplante Hilfspaket in Höhe von 45 Milliarden Euro. In der griechischen Presse wird unterdessen weiterhin über mögliche Sparmaßnahmen der Regierung spekuliert. Im Gespräch ist die Anhebung des Renteneintrittsalters, vermehrte Entlassungen auf staatlicher Seite und Renten, die über 1.400 Euro liegen, sollen besteuert werden.

Volker Kauder, Unions-Fraktionschef (CDU) sagte, dass man dann helfen würde, wenn es um die Stabilität des Euros geht. Dieser Fall wäre jetzt eingetreten. Grundvoraussetzung wäre, dass Griechenland massive Sparmaßnahmen durchsetzt. Petra Merkel, Vorsitzende des Haushaltsausschusses sagte, dass man sich nicht verweigern wird. Es müsste allerdings genau geprüft werden, welche Risiken Deutschland dabei im Einzelnen entstehen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, dass Deutschland helfen werde, sobald die nötigen Voraussetzungen erfüllt seien. Es müsse eine positive Entwicklung in Griechenland gesehen werden, verbunden mit massiven Einsparungen.

Die Lage an den Finanzmärkten hat sich durch die Meldung, dass im Prinzip Kredite an den notleidenden Staat gewährt werden sollen nicht entspannt, eher hat sie sich ein wenig verschlimmert. Die Zinsen für griechische Staatsanleihen sind am Montag auf neun Prozent angestiegen, die Investoren bleiben aber unbeeindruckt von den Rettungspaketen für Griechenland.