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Griechenland-Krise: Deutsche Wirtschaft gibt freiwillig Kredite

Griechenland-Krise: Deutsche Wirtschaft gibt freiwillig Kredite

Wie es scheint sind deutsche Banken und Unternehmen damit beschäftigt, ein eigenes Hilfspaket für Griechenland zu schnüren. Aus Kreisen der Koalition war zu vernehmen, dass es mit solchen freiwilligen Rettungspakten dem Steuerzahler wesentlich einfacher zu vermitteln sei, dass auch die Staaten der Europäischen Union (EU) dem südeuropäischen Land finanzielle Hilfe leisten.

Allen voran macht sich die Deutsche Bank in Person von Josef Ackerman dafür stark, ein von den Staatshilfen unabhängiges Hilfspaket für Griechenland zu schnüren. Dabei soll sich ein Konsortium aus deutschen Banken, Versicherungsgesellschaften und Firmen aus der Industrie gefunden haben, um ein bis zwei Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Es ist allerdings noch nicht bekannt, ob es sich um Kredite oder Geschenke handelt, bzw. in welcher Form die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Eventuell werden deutsche Banken Anleihen von Griechenland im großen Stil aufkaufen.

Aus Kreisen der Banken war zu vernehmen, dass man diesen Weg für eine äußerst intelligente Lösung halte. Dabei sei ein Betrag von sechs bis sieben Milliarden Euro nötig und anvisiert. Damit will man ein Zeichen setzen, die Symbolik hinter dem Zeichen soll für das Handeln der Finanzindustrie sprechen. Anscheinend fruchten die politischen Bemühungen, den Finanzsektor mit an der Hilfestellung für Griechenland zu beteiligen. Allerdings sind dies nur nationale Lösungen aus Deutschland. In Europa würde es solche Pläne derzeit nicht geben.