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Griechenland: Defizit mal wieder nach oben korrigiert

Griechenland: Defizit mal wieder nach oben korrigiert

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/bazylek/3997041153/sizes/m/in/photostream/##bazylek100
Die Verschuldung Griechenlands muss einmal mehr nach oben korrigiert werden. Statistiker, die von der Europäischen Union gesandt waren, haben den Haushalt des südeuropäischen Landes noch einmal überprüft. Dabei ist aufgefallen, dass das bislang angegebene Defizit nicht korrekt war.

Bisher hat Griechenland, nach mehrmaligen Korrekturen, behauptet, dass das Defizit bei 13,6 Prozent Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegen würde. Dieser Wert ist allerdings viel zu niedrig und müsste 15,4 Prozent liegen.

Mit dem neuen Wert steigert sich die gesamtstaatliche Verschuldung auch deutlich. Bislang ist man von einem Wert ausgegangen, der bei 115,1 Prozent liegt. Nach Angaben von Eurostat (Europäische Statistikbehörde) sollte dieser Wert aber bei 126,8 Prozent liegen.

Aufgrund der Korrektur des Defizits muss Griechenland in diesem Jahr wesentlich höhere Schulden machen als angenommen. In diesem Jahr soll das Staatsdefizit bei 9,4 Prozent liegen. Das Ziel für dieses Jahr lag bei 8,1 Prozent und ist Grundlage gewesen für die Entscheidung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Union Griechenland mit vielen Milliarden zu unterstützen.