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Griechenland: Defizit höher als angenommen – Schulden steigen unaufhörlich

Griechenland: Defizit höher als angenommen – Schulden steigen unaufhörlich

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Griechenland hatte damals die EU mit Krediten der US-Bank Goldman Sachs geblendet, die als solche gar nicht ausgewiesen waren, um die Konvergenzkriterien einhalten zu können und in die EU und den Euro-Verbund aufgenommen zu werden. Anfang 2010 kam es dann in Griechenland zum Supergau. Die Schulden nahmen eine solch dramatische Höhe an, dass die EU-Kommission und der Internationale Währungsfonds (IWF) sich entschlossen hatten, dem südeuropäischen Land mit 110 Milliarden Euro unter die Arme zu greifen.

Natürlich nicht aus purer Nächstenliebe sondern aus rein egoistischem Selbstzweck. Man will den Euro stützen. Würde man Griechenland nicht helfen wäre der Euro stark in Gefahr.
Griechenland musste für diese Hilfen im Gegenzug drastische Sparmaßnahmen einführen und das gesamte Ausmaß der Schuldenkrise offenlegen. Und genau hierbei scheinen die Griechen noch immer arge Probleme zu haben.

Nachdem man das Staatsdefizit mit Zahlen angegeben hatte, die der Phantasie entsprungen waren, hat man dann die EU mit Zahlen geblendet, die zwar dramatisch aussahen, aber noch immer nicht der Wahrheit entsprachen. Zu Beginn des Jahres hat Griechenland das eigene Staatsdefizit mit 12,7 Prozent für das Jahr 2009 angegeben. Kurze Zeit darauf hat man sich, es mutet fast schon an wie auf einem Bazar, auf 13,6 Prozent geeinigt.

Als wäre da nicht schon ein Staatsdefizit das viel zu hoch sei und die griechische Regierung einmal mehr die EU hinters Licht führen wollte, musste man Anfang Oktober das Minus noch einmal korrigieren. Jetzt geht man von einem Defizit für 2009 aus, das bei 15,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegt.

Griechenland wäre nicht Griechenland und bei dieser Vorgeschichte muss man es fast schon erwarten, dass diese Angabe wohl auch wieder nicht korrekt ist. Mittlerweile ist die Rede von 15,4 Prozent des BIP. Bleibt abzuwarten inwiefern das Defizit für 2009 immer weiter nach oben korrigiert wird. Die EU sollte dringend darüber nachdenken ob man Griechenland nicht endlich Daumenschrauben anlegt oder sich weiterhin ungeniert belügen lässt.