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Griechenland: Bankrott im Mai – Anleihe bei 15 Prozent Zins

Griechenland: Bankrott im Mai – Anleihe bei 15 Prozent Zins

Die aktuell stattfindende Diskussion um finanzielle Hilfe für das hoch verschuldete Griechenland treibt die Zinsen für Anleihen des südeuropäischen Landes in die Höhe. Derzeit rentieren Bonds von Griechenland mit einer Restlaufzeit von zwei Jahren bei 15,007 Prozent. Damit konnten griechische Anleihen nochmals 1,85 Prozentpunkte gegenüber dem Vortag zulegen. Das ist der Höchststand seitdem der Euro eingeführt wurde. Im Vergleich zu den griechischen Anleihen gibt es derzeit auf deutsche Bonds 0,9 Prozent Rendite.

Durch den hohen Zinssatz kann sich Griechenland derzeit nicht am Kapitalmarkt refinanzieren. Deshalb sieht man sich gezwungen, die von der Europäischen Union (EU) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) angebotenen Hilfen zu beantragen. Wie Regierungspräsident Giorgios Papandreou heute bekannt gab droht dem Balkan-Staat schon im Mai die Zahlungsunfähigkeit.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat unterdessen gesagt, dass sie, in Abstimmung mit dem IWF, von Griechen verlange ein schlüssiges Konzept, das massive Einsparungen in den nächsten drei Jahren vorsieht, sehen will. Erst unter diesen Umständen wäre Deutschland und auch der IWF sowie die EU bereit die avisierten Hilfen von insgesamt 45 Milliarden auch tatsächlich zu leisten.

Bild: wolfgangstaudt