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Golf von Mexiko: USA verbieten Tiefseebohrungen wegen Ölpest

Golf von Mexiko: USA verbieten Tiefseebohrungen wegen Ölpest

Im Golf von Mexiko kämpft man immer noch angestrengt gegen die drohende Ölpest, die ausgelöst wurde durch die Explosion und das anschließende Sinken der Ölplattform „Deepwater Horizon“. Der Ölteppich hat unterdessen die Küstenregion des Golfs von Mexiko erreicht.

Präsident Obama hat die Angelegenheit zur nationalen Katastrophe erklärt. Die Fischerei und der Tourismus werden hart von den Folgen der Ölpest getroffen. Das empfindliche Ökosystem im Mississippi-Delta steht vor einer großen Naturkatastrophe.

Jetzt hat US-Präsident Obama erklärt, dass er vorerst alle Tiefseebohrungen nach Öl stoppen lässt. Man will bis zur Klärung der Unglücksursache alle Tiefseebohrungen aussetzen. Außerdem hat Obama angekündigt, alle Bohrinseln überprüfen zu lassen. Die Kosten für die Katastrophe will der amerikanische Präsident komplett dem Betreiberkonzern BP abverlangen. BP hat unterdessen selbst erklärt, dass man nicht nur die Kosten für die Beseitigung des Öls, sondern auch die gesamte Verantwortung für die Folgen der Ölpest übernehmen werde.

Wie hoch die tatsächlichen Schäden sein werden, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Die Schäden werden noch in Jahrzehnten in der Natur zu sehen sein. Die Aktie von BP befindet sich weiter im freien Fall und der Kurs hat am Freitag wieder nachgegeben. Die BP-Aktie musste Verluste von 20 Prozent hinnehmen. Auch die Aktien der Betreiberfirma Transocean sind am Freitag um fast 15 Prozent gefallen.