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Golf von Mexiko: Umweltkatastrophe durch Öl nicht mehr aufzuhalten

Golf von Mexiko: Umweltkatastrophe durch Öl nicht mehr aufzuhalten

Im Golf von Mexiko wird die Gefahr einer Katastrophe durch das ausströmende Rohöl, das seit des Unglücks der „Deepwater Horizon“-Ölplattform am Grund des Meeres austritt, nicht mehr aufzuhalten sein. Der Ölteppich, der sich gebildet hat, ist mittlerweile so groß wie das Saarland. Aus dem Weltraum kann man den Ölfilm schon gut erkennen. Er bewegt sich immer bedrohlicher auf die Küste Louisianas zu. Derzeit ist der Ölteppich nur noch 30 Kilometer von der Küste entfernt.

Unterdessen versucht man mit Tauchrobotern die beiden Löcher am Grund des Meeres in 1.500 Metern Tiefe zu stopfen. Bislang noch erfolglos, denn die Tauchroboter haben es noch nicht geschafft das Leck zu flicken. Es gibt allerdings momentan auch keine andere Möglichkeit, die Bohrlöcher zu stopfen. Sollte es nicht möglich sein das Leck zu verdichten, dann würde sich anbieten, an dieser Stelle in kürzester Zeit eine neue Bohrinsel aufzubauen. Damit könnte das austretende Öl aufgefangen und verwertet werden. Diese Lösung würde jedoch bedeuten, dass mindestens noch drei Monate lang Öl in den Golf von Mexiko läuft, denn schneller kann BP eine entsprechende Bohrinsel nicht aufbauen.

Täglich treten momentan 1.000 Barrel (159.000 Liter) Rohöl aus den beiden Bohrlöchern aus. Die US-Küstenwache zieht momentan in Erwägung, den Ölteppich kontrolliert abzubrennen. Eine andere Möglichkeit sieht man derzeit nicht, das bedrohte Ökosystem an den Küsten Louisianas vor einer noch größeren Katastrophe zu bewahren. Sollte dies nicht gelingen, wird das empfindliche Ökosystem im Golf von Mexiko aus dem Gleichgewicht geraten. Neben den Küstenregionen ist außerdem der Meeresboden akut von Verschmutzungen durch das Rohöl bedroht.