close
Golf von Mexiko: Steht eine Naturkatastrophe wegen Öl-Bohrinsel bevor?

Golf von Mexiko: Steht eine Naturkatastrophe wegen Öl-Bohrinsel bevor?

Im Golf von Mexiko ist vor New Orleans gestern eine Bohrinsel explodiert und gesunken. Nach vorläufigen Angaben der US-Küstenwache strömt derzeit kein Öl aus.

Die US-Küstenwache hat mit einem Mini-U-Boot, das ausgesandt wurde um das Ausmaß einer möglichen Ölpest im Golf von Mexiko festzustellen, herausgefunden, dass zurzeit kein Öl aus der gesunkenen Bohrinsel ausströmt und vorerst keine Naturkatastrophe bevorsteht.

Nachdem gestern eine Bohrinsel im Golf von Mexiko explodiert und gesunken war befürchtet man eine Ölpest an den Küsten Louisianas. Man geht davon aus, dass von den noch vermissten elf Mitarbeitern, die sich zum Zeitpunkt des Unglücks auf der Bohrinsel befunden haben, keiner überlebt hat. 126 Personen konnten gerettet werden. Aus dem Bohrloch am Boden des Golf von Mexikos können täglich bis zu 1,13 Millionen Liter Rohöl austreten. Des Weiteren waren auf der Bohrinsel zum Zeitpunkt des Unglücks 2,5 Millionen Liter Diesel gelagert.

Die Küstenwache konnte allerdings nicht mit Sicherheit sagen, ob bislang Öl ausgetreten ist. Die Hinweise auf einen Ölteppich der 1,5 mal 8 Kilometer groß sein soll verdichten sich allerdings. Die Ölbohrinsel gehört dem Konzern BP. Sie lag ungefähr 80 Kilometer vor der Küste Louisianas. Wenn es tatsächlich zu einer Naturkatastrophe kommen sollte wird dies empfindliche Auswirkungen auf die Aktien von BP haben.