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Goldpreis klettert auf Höchststand

Goldpreis klettert auf Höchststand

17. Februar 2010AnlegerDollarGold

Anleger im Euro-Raum, die ihr Geld in Gold angelegt haben werden sich freuen, denn die Investoren werden zunehmend risikoaverser bei ihrer Anlagestrategie. Die Flucht in Gold hat am Dienst zu einem neuen Hoch bei den Goldpreisen beigetragen.

Der Höchststand war bei 816,69 Euro je Feinunze Gold erreicht. Solche Höhen hatte der Goldpreis bisher nicht erreicht. Der Goldpreis in Dollar konnte keinen solchen Höhenflug verzeichen. Er liegt aktuell bei 1.100 Dollar, damit ist er noch weit entfernt vom Höchststand der einst bei 1.226 Dollar notierte.

Interessanterweise geht der jüngste Preisanstieg bei Gold nicht mit einer Abwertung des Dollars einher. Bislang haben sich diese Preise gegensätzlich verhalten. Deshalb galt Gold bisher als gute Absicherung bei Devisen-Geschäften in Dollar. Diesmal entwickeln sich allerdings der Gold- und der Dollar-Preis gemeinsam in die gleiche Richtung. Am Freitag befand sich der Dollar-Index auf seinem Höchststand seit siebeneinhalb Monaten mit 80,75 Punkten und der Euro gleichzeitig auf dem Tiefststand seit neun Monaten bei 1.3528 Dollar.

Pradeep Unni, Analyst bei Richcomm Global Services, sagte dazu, dass die Anleger aufgrund der Risiken im Euro-Raum – Griechenlands Schuldenproblem und finanzielle Probleme anderer Staaten der Euro-Zone – zu gleichen Teilen in den vermeintlich sicheren Hafen des Goldes und Dollars flüchten würden. Den neuesten Daten zufolge wird dies allerdings nur ein kurzer Effekt sein und sich die gewohnte Korrelation zwischen Gold und Dollar wieder aufbauen.

Die Flucht in Gold spiegelt sich seit einigen Monaten auch an den Märkten wieder. Während Gold einen immer größeren Zulauf verzeichnet mussten die Aktienmärkte ein Minus hinnehmen. Interessant ist, dass sich die Rolle der Notenbanken im vergangenen Jahr deutlich verändert hat, traten diese doch bislang als Verkäufer von Gold auf, sind die Notenbanken seit 2009 in die Position der Käufer getreten, so Thorsten Proettel, Rohstoffexperte der LBBW. Er mutmaßt, dass diese Minimum 10 Tonnen des Edelmetalls angekauft haben. Die Erweiterung der Goldbestände Chinas um 454 Tonnen und Indiens um 200 seien hier nicht enthalten. Gerade China sei bestrebt sich über Gold vor einer Entwertung des Dollars zu schützen, ist man doch mit 800 Milliarden Dollar in US-Staatsanleihen investiert.
(Quelle: ARD)