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Goldman Sachs: Jetzt ermittelt auch die Staatsanwaltschaft

Goldman Sachs: Jetzt ermittelt auch die Staatsanwaltschaft

Nachdem vor zwei Wochen die US-Börsenaufsicht Ermittlungen gegen die Investmentbank Goldman Sachs eingeleitet hat, ermittelt nun auch die Staatsanwaltsschaft. Damit sind gegen die Führungsriege der Bank strafrechtliche Ermittlungen aufgenommen worden.

Wie mehrere Medien berichteten hat die Staatsanwaltschaft von Manhattan Ermittlungen gegen die Bank wegen des Verdachts auf Börsenbetrug durch mehrere Mitarbeiter eingeleitet. Dabei sieht sich die Staatsanwaltschaft aufgrund eines durch die US-Börsenaufsicht SEC übermittelten Dokuments gezwungen zu handeln.

Durch einen Sprecher der New Yorker Staatsanwaltschaft war zu vernehmen, dass man die Angaben weder dementieren noch bestätigen würde. Von Seiten der Goldman Sachs wurde lediglich bestätigt, dass das Unternehmen aktuell sehr in den Fokus der Öffentlichkeit rückt und man nicht überrascht wäre, solche Berichte über Ermittlungen gegen das Kreditinstitut zu lesen. Man will mit allen Behörden in jeglicher Hinsicht zusammenarbeiten.

Der Chef von Goldman Sachs, Lloyd Blankfein, wurde von der Börsenaufsicht auf Schadenersatz verklagt. Die Bank soll im Bereich des Handels mit verbrieften Hypothekenkrediten Anlegern wichtige Informationen nicht übermittelt haben, die eine Kaufentscheidung beeinflusst hätten. Experten sind der Meinung, dass das Verhalten der Investmentbank zur Verschärfung der Finanzkrise beigetragen hat. Am Dienstag musste sich Blankfein dem US-Senatsausschuss stellen. Das Verhör dauerte geschlagene elf Stunden.

Bild: sixteen-miles