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Giftskandal: Jetzt verfügt China Einfuhrverbot für deutsches Schweinefleisch

Giftskandal: Jetzt verfügt China Einfuhrverbot für deutsches Schweinefleisch

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/torley/3026100177/sizes/m/in/photostream/##Torley
Nach Südkorea und der Slowakei verbietet jetzt auch China den Import von deutschem Schweinefleisch. Das beigemengte Gift Dioxin im Tierfutter zieht bereits Kreise über den halben Erdball.

Mit sofortiger Wirkung ab 11. Januar wurde von China ein Schweinefleisch- und Eier-Einfuhrverbot verhängt. Russland hat bereits die Kontrollen deutscher Importe verschärft, hier wird ebenfalls ein Verbot erwartet.

Der deutsche Dioxin-Skandal weitet sich immer mehr aus und jeden Tag rücken die deutschen Landwirte einer Existenzkrise näher.

Jetzt ist es wohl so gut wie sicher, dass auch Schweinefleisch dioxinvergiftet ist. Bei einem niedersächsischen Metzger wurden Schweinefleischproben mit bis zu 50 Prozent höherem Dioxin-Gehalt als erlaubt gefunden.

Erst waren es die Legehennen, demzufolge die Eier, dann Geflügel und jetzt die Schweine. Streckenweise waren Tausende von Höfen betroffen und die Bauern in ihrer Existenz bedroht. Die Ermittlungen laufen verstärkt. Bisher ist nur eindeutig belegt, dass der Futtermittelhersteller Harles & Jentzsch aus dem Bundesland Schleswig-Holstein seinen Produkten lange Zeit Futterfett beimengte, das in höchstem Maße dioxinverseucht war.

Auch wenn die Opposition die nun von Ernährungsministerin Ilse Aigner (CSU) angesprochenen weiteren Gegenmaßnahmen für zu lasch hält hat der katastrophale Skandal zumindest eines erreicht. Die Verbraucher werden endlich aufmerksamer und 48 Prozent bevorzugen nunmehr Produkte mit Bio-Siegel. Das ist ein kleiner beachtenswerter Fortschritt in der sonst nur auf Gewinn ausgerichteten Lebensmittelindustrie, die keine Mittel scheut, wie man jetzt wieder nicht zum ersten Male feststellt, den Verbraucher zu täuschen und mit Billigprodukten, Kunstaromen und verkleinerten Packungen meint, ihre Gewinne weiterhin in die Höhe katapultieren zu können.

Es bleibt zu wünschen, dass gerade der deutsche Verbraucher – und nur er kann das mit seinem Kaufverhalten ändern – immer aufmerksamer wird und Produkte, die eindeutig täuschen und für den Konsumenten undefinierbare, verschleierte und nicht erkennbare Zusatzstoffe enthalten , einfach boykottiert und nicht mehr kauft.