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Gewerkschaften: Proteste gegen Sozialabbau und Sparpaket in vielen Städten

Gewerkschaften: Proteste gegen Sozialabbau und Sparpaket in vielen Städten

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/wernerfaymann/2839507394/sizes/m/in/photostream/##Werner Faymann
Parteien und Gewerkschaften haben zu Protesten aufgerufen.Tausende Menschen werden heute in verschiedenen Städten gegen Sozialabbau und das unausgewogene Sparpaket der Bundesregierung ihren Unmut auf Demonstrationen kundtun.

In Erfurt waren am Vormittag rund 4.000 Demonstranten zusammenkommen. Unter dem Motto „Gerecht geht anders“ demonstrierten am Erfurter Anger der Deutsche Gewerkschaftsbund, die IG Metall, SPD, Linke und Grüne. Armin Schild (Bezirksleiter der IG Metall) stellte dort fest, dass es noch keinen Trend zu deutlichen Einkommenssteigerungen gebe und es ein Gebot des Anstands sei, auch den Arbeitnehmern jetzt mehr Geld zukommen zu lassen.

In Stuttgart und Nürnberg sind die größten Demonstrationen mit Kundgebungen geplant. Es werden weit über 20.000 Teilnehmer erwartet. Berthold Huber, IG Metall-Vorsitzender, wird in Stuttgart über „Deutschland in Schieflage“, Niedriglöhne und Leiharbeit sprechen. In Nürnberg werden die Gewerkschaften ihren Forderungen nach gerechten Löhnen, einem solidarischen Gesundheitssystem, guter Absicherung im Alter und besseren Bildungschancen Druck verleihen. In Dortmund versammelten sich mehr als 1.000 Menschen, um ihren Unmut über die Regierungsbeschlüsse zu zeigen.

Bei den Demonstrationen geht es hauptsächlich um Billiglöhne, Kürzungen von Sozialleistungen und die Rente mit 67. Man würde sich wünschen, dass die Regierung endlich einmal in diese Städte schaut und hellhörig wird. Vorstellbar ist allerdings auch dieses Mal wieder eine Schwerhörigkeit und Blindheit, wenn es um die Belange der Arbeitnehmer und der sozial Schwachen geht.