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Gewerkschaft ver.di kritisiert Verzögerungen beim Verkauf von Karstadt

Gewerkschaft ver.di kritisiert Verzögerungen beim Verkauf von Karstadt

Die Gewerkschaft ver.di kritisiert die beim Verkauf des insolventen Karstadt-Konzerns aufgetretenen Verzögerungen.

„Jede weitere Verzögerung zerrt an den Nerven der Karstadt-Belegschaft“, sagte Margret Mönig-Raane, Vize-Chefin der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft. Um für das Unternehmen weiterhin eine dauerhafte Perspektive zu gewährleisten, sind alle Beteiligten dazu verpflichtet, zügig und konstruktiv die letzten Hindernisse zu beseitigen.

Mönig-Raane ruft die verantwortlichen Banken und Gläubiger des Vermieter-Konsortiums Highstreet um Goldman Sachs dazu auf sich Gedanken darüber zu machen, dass es für 25.000 Karstadt-Mitarbeiter und weitere 30.000 Beschäftigte bei Lieferanten und anderen Dienstleistern um die Existenz gehe.

Großinvestor Nicolas Berggruen soll zurzeit aussichtsreichster Bieter für das Unternehmen sein, dem die Karstadt-Gläubiger nach Informationen der Nachrichtenagentur „Reuters“ mehr Zeit gewähren wollen um den Kauf über die Bühne zu bringen. Klaus-Hubert Görg, Insolvenzverwalter bei Karstadt, sei vom Gläubigerausschuss beauftragt worden, das zuständige Amtsgericht Essen um einen Aufschub zu bitten. Die Entscheidung über einen Insolvenzplan soll auf den 2. September verschoben werden.