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Gewaltstudie wird von Islamrat zurückgewiesen

Gewaltstudie wird von Islamrat zurückgewiesen

Die vor kurzem veröffentlichte Studie, nach der gläubige jugendliche Muslime deutlich gewaltbereiter sein sollen als Jugendliche anderer Konfessionen, wird vom Islamrat zurückgewiesen.

In der Studie zur Gewaltbereitschaft bei jungen Muslimen sehen Verbände des Islams keinen Anlass, den Islam in Frage zu stellen. Ali Kizilkaya, Vorsitzender des Islamrats in der Bundesrepublik, sagte gegenüber der „Welt“, dass er keinen Anstieg der Gewaltbereitschaft mit steigender Religiosität erkennen könne.

Vielmehr würde er das Gegenteil beobachten. Er hat starke Zweifel an dem Ergebnis der Studie, die vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) durchgeführt wurde. Die Studie würde sich nicht mit seinen alltäglichen Beobachtungen unter den gläubigen Muslimen decken.

Aus der Studie der KFN ging hervor, dass Jugendliche, die sehr religiös sind und aus islamischen Migrantenfamilien stammen, deutlich gewaltbereiter sein sollen als Kinder anderer Einwandererfamilien. Auch Aiman A. Mazyek, Generalsekretär des Zentralrats der Muslime, meldete sich zu Wort und sagte, dass Kinder von muslimischen Migrantenfamilien deutlich mehr Erfahrungen mit Diskriminierung machen würden als Kinder aus christlich geprägten Elternhäusern.