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Geteiltes Echo zum Umbau der Bundeswehr – viel Kritik

Geteiltes Echo zum Umbau der Bundeswehr – viel Kritik

Geteiltes Echo zum Umbau der Bundeswehr - viel Kritik 5
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Pläne zur Verkleinerung der Bundeswehr stoßen auf Widerstand.

Karl-Theodor zu Guttenberg (Bundesverteidigungsminister CSU) plant, die Bundeswehr zu verkleinern.

Die Zahl der Soldaten soll von 250.000 auf 165.000 reduziert werden. Weiterhin soll die Bundeswehr künftig auf freiwilliger Basis weitergeführt werden.

Die Pläne stoßen beim SPD-Verteidgiungsexperten auf Kritik. Rainer Arnold (SPD-Bundestagsfraktion) äußerte sich gegenüber der „Rheinischen Post“, dass diese Überlegungen nicht sicherheitspolitisch, sondern finanzpolitisch begründet seien. Die Bundeswehr könne mit einer Reduzierung um ca. 40.000 Soldaten ihre Bündniszusagen nicht mehr einhalten. Im „Kölner Stadt-Anzeiger“ sagte Arnold, dass dieses Vorhaben ein Placebo sei, das innerhalb der Unionsfraktion die Wehrpflichtbefürworter zufriedenstellen solle.

Von Jürgen Trittin (Fraktionschef der Grünen) wurde zu Guttenberg Mutlosigkeit vorgeworfen. Weil ihm Seehofer (CSU-Parteivorsitzender) verboten habe, aus der veränderten Sicherheitslage Konsequenzen zu ziehen, wolle er die Wehrpflicht nicht abschaffen, sondern aussetzen. „Der sonst um stramme Haltung bemühte Freiher wird zum Eiermann“.

Auch aus den eigenen Reihen kommt Kritik. Thomas Silberhorn (CSU-Landesgruppensprecher) sieht ohne faktische Wehrpflicht die Nachwuchsgewinnung in Gefahr. Auch Peter Hauk (CSU-Frakton baden-württemberg) äußerte sich kritisch. Bis Ende August will der Bundesverteidigungsminister sich auf ein Modell festlegen.