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Gesundheitsreform: Koalition einig –Offensichtlich Beitragserhöhung geplant

Gesundheitsreform: Koalition einig –Offensichtlich Beitragserhöhung geplant

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Zu einer Einigung ist heute die Spitzenrunde von Union und FDP gekommen, wie man das Loch bei den Krankenkassen stopfen kann. Immerhin wird nach mittlerweile wohl angezweifelten Prognosen ein Defizit von 11 Milliarden Euro erwartet.

Der allgemeine Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung wird – im Gegensatz zu den ursprünglichen Planungen – nicht gesenkt sondern tatsächlich erhöht.

Es wird wahrscheinlich um 0,6 Prozentpunkte gehen. Das heißt für alle Versicherten eine Erhöhung auf 15,5 Prozent. Es gab hierfür allerdings noch keine offizielle Bestätigung. Für kommenden Dienstag wird eine Entscheidung im Koalitionsausschuss angestrebt.

Derzeit liegt der Beitragssatz bei 14,0 Prozent, der von Arbeitnehmern und Arbeitgebern gleichermaßen gezahlt wird. Allerdings müssen Kassenmitglieder noch einen zusätzlichen Sonderbeitrag von 0,9 Prozent des Bruttolohnes leisten sowie die jeweils von den meisten Kassen geforderten Sonderabgaben für den Gesundheitsfonds.

Über die Sonderausgaben wird ebenfalls noch beraten. Es heißt daher für die Arbeitnehmer, dass man wohl ab kommenden Jahr mit einer ordentlichen Erhöhung der Beitragssätze und der Sonderabgaben rechnen muss.

Von verschiedenen Stellen werden allerdings die prognostizierten 11 Milliarden Euro Defizit mittlerweile angezweifelt, da man bei diesen Berechnungen noch von negativeren Wirtschafts- und Arbeitsverhältnissen ausgegangen war. Die Lage sowohl in der Wirtschaft als auch am Arbeitsmarkt habe sich jedoch in den letzten Wochen verbessert entgegen der vorherigen Prognosen.