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Gesundheit wird 2011 für Arbeitnehmer erheblich teurer!

Gesundheit wird 2011 für Arbeitnehmer erheblich teurer!

Fachleute von FDP und Union einigten sich nach fast zwölf Stunden in einer Expertenrunde wegen des drohenden Milliardendefizits in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) über Teile des Gesundheitswesens.

Dem Gesundheitssystem droht, wenn jetzt nicht gespart wird, ein Kassendefizit von elf Milliarden Euro bereits im Jahr 2011.

23 der 157 Kassen (davon 20 Betriebskrankenkassen – BKK) werden bereits vom GKV-Spitzenverband intern als gefährdet eingestuft. 46 (darunter 30 BKK) sind im „Beobachtungsstatus“.

Gesundheitsminister Philipp Rösler äußerte sich dahingehend, dass das Sparziel bei den Gesundheitsausgaben von vier Milliarden Euro erreicht sei. Allerdings fehlen noch die restlichen sieben Milliarden Euro. Weitergehende Verhandlungen würden in kleinen Runden am kommenden Mittwoch und am 1. Juli fortgesetzt werden.

Da die Lücke laut Koalitionswillen über die Einnahmeseite geschlossen werden soll, müssen wohl schon wieder die Versicherten die Zeche zahlen. Es ist zu erwarten, dass man eine Beteiligung auf Arbeitgeberseite in dieser Koalition von CDU und FDP nicht einfordern wird.

Wie „Bild“ berichtet wird über höhere Zusatzbeiträge, Praxisgebühren bei jedem! Arztbesuch, billigere Arzneimittel (Zwangsrabatte und Preisstopp für die Pharmahersteller), keine Erhöhung von Ärztehonoraren und Einsparungen bei den Ausgaben von Krankenhausverwaltungen sowie über Abschläge bei Apotheken diskutiert werden.

Alle Vorschläge lassen nichts Gutes erwarten, nachdem man bereits beim Sparpaket der Bundesregierung wieder einmal nur bei den Kleinen abkassieren will, könnte das in der jetzigen Regierungskonstellation auch im Gesundheitswesen auf eine einseitige Belastung breiter Bevölkerungsschichten hinauslaufen, um die Arbeitgeber auch hier zu schonen.