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Geldautomaten: Jetzt soll Schlichter wegen Abhebungsgebühren eingreifen

Geldautomaten: Jetzt soll Schlichter wegen Abhebungsgebühren eingreifen

Die Gebühren für Bargeldabhebungen an Geldautomaten fremder Kreditinstitute werden für Kunden immer teurer. Eine Deckelung der Gebühren, wird deshalb von den Verbraucherschützern gefordert. Von Seiten der Sparkassen, die auf das dichteste Netz von Geldautomaten in Deutschland zurückgreifen können, lehnen solche Vorschläge ab und bringen einen Schlichter ins Gespräch.

Laut Infromationen, die der „Welt am Sonntag“ vorliegen will man vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) anderen Bankenverbänden am 22. März in einer Sitzung des Zentralen Kreditausschusses (ZKA) diesen Vorschlag unterbreiten.

Ein solcher Marktwächter hätte die Aufgabe Banken ausfindig zu machen, die mit überhöhten Gebühren operieren. Bislang gibt es vom DSGV keine Stellungnahme zu diesen Ideen.

Wie eine von der Finanzberatung FMH durchgeführte Untersuchung ergeben hatte sind die Gebrühren in nur einem halben Jahr an den Geldautomaten um 13 Prozent angestiegen. Im Durchschnitt lag damit die Auszahlung bei 5,64 Euro.

Es gibt sogar Banken, die bei zehn Euro je Auszahlung liegen. Die Gebühren sind sogar noch höher, wenn Banken sich diese untereinander in Rechnung stellen. Die höchsten Gebühren liegen derzeit bei 20 Euro, wenn der Kunde von einer Fremdbank kommt. Eine Prüfung auf den Verdacht der überhöhten Gebühren wurde vom Bundeskartellamt eingeleitet.

Eine einheitliche Maximalgrenze für Gebühren wird von Verbraucherschützern und privaten Banken gefordert. Eine solche Regelung wird von den Genossenschaftsbanken und Sparkassen, die das dichteste Netz an Geldautomaten betreiben, abgelehnt.

Von deren Seite wird vorgeschlagen, dass man die Interbankgeschäfte abschaffen soll. Vielmehr soll der Kunde in Zukunft direkt am Geldautomaten erfahren, was die Transaktion kostet. In der Stellungnahme heißt es, dass er dann mit Füßen abstimmen kann, ob er diese Leistung haben will oder nicht.

(Quelle: Welt)