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Geldautomaten-Gebühren: Bankenverbände sagen Regierung Kampf an

Geldautomaten-Gebühren: Bankenverbände sagen Regierung Kampf an

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/tanzen80/1139665983/sizes/m/in/photostream/##Tanzen80
Die Sparkassen sagen der Bundesregierung den Kampf wegen der Gebühren-Regelung zum Geldabheben an fremden Automaten an. Der Verband der Sparkassen (DSGV) hat in einem an die Bundesregierung gerichteten Brief deutlich gemacht, dass man sich ganz klar gegen eine Deckelung der Gebühr ausspricht und „freien Wettbewerb“ haben will.

Der Verband der privaten Banken (BdB) spricht sich für eine Deckelung der Abhebe-Gebühr bei zwei Euro aus. Am Mittwoch wollen sich beide Verbände zusammensetzen und eine Lösung finden. Allerdings ist nicht unbedingt zu erwarten, dass bei dem Treffen eine Einigung erzielt wird, da der DSGV auf seiner Position beharrt und dies mit dem Schreiben an die Bundesregierung nochmals unterstrichen hat.

Bis zum 31. August haben die Banken Zeit eine Lösung im Gebührenstreit zu finden, denn das Bundeskartellamt hat den 31. August als Frist für eine Einigung gesetzt. Das Abheben von Geld an Automaten von einer Fremdbank kann derzeit bis zu zehn Euro kosten, durchschnittlich fallen 5,64 Euro für diesen Vorgang an.

Von Seiten der Bankenverbände wurde vorgeschlagen, dass man die Gebühr bei fünf Euro deckeln wolle. Das ist dem Kartellamt allerdings nicht genug. Man fürchtet, dass es dann zu einer Einheitsgebühr bei fünf Euro kommen wird, außerdem sei die Gebühr aus Sicht des Amts deutlich zu hoch angesetzt. Das Bundeskartellamt schlägt eine Höhe von 30 Cent bis 1 Euro zur Orientierung bei der Preisfindung vor.