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Geheimdossier im Fall des ehemaligen Augsburger Bischofs Mixa?

Geheimdossier im Fall des ehemaligen Augsburger Bischofs Mixa?

Jetzt soll ein „Geheimdossier Mixa“ aufgetaucht sein und der Vatikan schweigt.

Hierin wird der ehemalige Augsburger Bischof schwer belastet, indem man ihm Alkoholismus und homosexuelle Belästigungen vorhält.

Ein Vatikansprecher hierzu auf Anfrage von dpa: „Der Papst hat natürlich seine Entscheidung zum Rücktritt Walter Mixas auf der Basis von Informationen getroffen. Woher er diese bekommen hat, ist jedoch zweitrangig“.

Nach verschiedenen Tageszeitungsberichten soll das Dossier Papst Benedikt XVI. bei der Entscheidung über Mixas Rücktrittsgesuch vorgelegen haben. Es wurde hierzu jede Stellungnahme abgelehnt.

In dem erwähnten Dossier gebe es Zeugenaussagen aus dem engsten persönlichen Umfeld Mixas über dessen Lebenswandel. Er habe seinen Alkoholpegel über den Tag hinweg halten müssen. Ebenfalls gibt es Vorwürfe über homosexuelle Annäherungen zu jungen Priestern.

Mixas Rechtsanwalt dagegen hält die Vorwürfe mit den Grundsätzen des Rechtsstaates unvereinbar, weil sie sich auf Quellen berufen würden, die niemand nachprüfen könne.

Mixa selbst soll wohl inzwischen wieder nach Augsburg in seiner Wohnung zurückgekehrt sein.