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Gebühren am Geldautomaten sollen deutlich sinken

Gebühren am Geldautomaten sollen deutlich sinken

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/jerryfletcher/174716425/sizes/m/in/photostream/##jerryfletcher
Die Verbraucherzentralen fordern die Volksbanken und Sparkassen auf, die Gebühren für das Geldabhebungen fremder Kunden deutlich zu senken. Gefordert werden maximal zwei Euro. Hierbei sollten sich die Sparkassen und Volksbanken an den privaten Banken orientieren, die bei 1,95 Euro liegen.

Die Verbraucherzentralen haben es geschafft und ihren Willen durchgesetzt, ein neues Gebührensystem an Geldautomaten zu schaffen. Schon am Samstag soll dieses nun bundesweit umgesetzt werden.

Private Banken haben sich darauf geeinigt, bundesweit 1,95 Euro für das Abheben von Geldern zu verlangen, wenn es nicht der eigene Kunde ist. Da wollen die Sparkassen und Volksbanken aber nicht so recht mitziehen und stellen sich eine Gebühr vor, die zwischen 4,50 Euro und 5,00 Euro liegt. Tatsächlich würden laut Frank-Christian Pauli vom Bundesverband der Verbraucherzentralen die Kosten lediglich bei 30 bis 70 Cent liegen.

Mit dem 15. Januar sollen neue Vorschriften an den Geldautomaten gelten. Der Kunde muss dann auf dem Bildschirm, bevor er das Geld bekommt über die Kosten informiert werden. Damit soll gewährleistet werden, dass dem Kunden tatsächlich die Entscheidung überlassen wird, ob er am betreffenden Automaten das Geld abhebt oder nicht.

Interessanterweise hängen die Preisangaben von jeher, zwar sehr klein gedruckt, dennoch als Aufkleber an den Automaten. Das hat bislang auch nicht dazu geführt, dass Kunden von den Gebühren abgeschreckt wurden. Vielmehr sollte hier hinterfragt werden, inwiefern sich Banken bei Gebühren von bis zu fünf Euro im Bereich des Wuchers bewegen, wenn die Leistung günstigstenfalls bei 30 Cent liegt.

Neu ist, dass künftig das Interbankenentgelt entfallen soll. Was bedeutet, dass die Kundenbank selbst entscheiden kann, wieviel von den Gebühren sie dem Kunden weitergibt. Derzeit sträuben sich Volksbanken und Sparkassen noch stark, die günstigen Abhebegebühren umzusetzen. Verständlicherweise, sind doch gerade die Sparkassen und Volksbanken sehr stark auf dem Land vertreten und viele Menschen fragen sich, ob 5 Euro Abhebegebühren nicht günstiger sind als mit dem Auto 20 Kilometer pro einfacher Hinfahrt zum nächsten Geldautomaten zu fahren. Zu viel verdienen die Volksbanken und Sparkassen bei dem Geldabhebegeschäft als dass sie so einfach davon ablassen würden.