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Gainsville: Jones will Koran doch nicht verbrennen – vorerst!

Gainsville: Jones will Koran doch nicht verbrennen – vorerst!

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/taylorandayumi/2889875273/sizes/m/in/photostream/##taylorandayumi
Der radikal-christliche Prediger Terry Jones hatte eine Koran-Verbrennung für den 11. September geplant, die er nun doch nicht vollziehen will – zumindest vorerst nicht. Der amerikanischen Justiz sind die Hände gebunden. Es gibt kein Gesetz, dass es verbietet ein Buch öffentlich zu verbrennen.

Terry Jones hat verkündet, dass er die für den 11. September durch ihn angesetzte Verbrennung des Korans jetzt nicht mehr umsetzen will. Allerdings hat er gleichzeitig gesagt, dass die Verbrennung nur ausgesetzt, nicht aber endgültig ad acta gelegt sei.

Jones wollte mit der Koran-Verbrennung an die schrecklichen Terroranschläge vom 11. September 2001 erinnern, die von radikalen Islamisten durchgeführt wurden. Ob es die richtige Antwort der westlichen Welt ist radikal-christlich an die Geschehnisse zu erinnern ist eher fragwürdig. Letztendlich handelt es sich hier aber auch nur um eine Einzelperson

Der Aufschrei in der moslemischen Welt ist immens. Afghanistan, Pakistan, Indien, Malaysia und Indonesien verurteilen das Vorhaben von Jones scharf und protestieren bei den Vereinten Nationen, dem Vatikan und im Weißen Haus in Washington. Die US-Botschaften in den muslimischen Ländern sind angehalten Amerikaner vor Ort vor möglichen Übergriffen zu warnen.

Man befürchtet, dass durch diese Aktion gerade radikal-islamistische Gruppierungen, die sich von der Al Qaida abgespalten haben einen deutlichen Zulauf erfahren werden. Jones‘ Vorhaben hat zumindest weltweit eine riesige Diskussion ausgelöst, die bislang noch nicht blutig geführt wurde. Das könnte sich aber schnell ändern, wenn er tatsächlich den Koran verbrennt. Morddrohungen hat er jedenfalls schon erhalten.