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G8-Gipfel: Wie Amerikaner die Welt retten wollen – Merkels Pläne abgelehnt

G8-Gipfel: Wie Amerikaner die Welt retten wollen – Merkels Pläne abgelehnt

Die US-amerikanische Regierung hat sich am Freitag auf strengere Regeln für die Finanzbranche geeinigt. Mit diesen Regelungen ist Barack Obama zum G8-Gipfel gereist und will der Welt nun vormachen wie man in diesem Sektor richtig reguliert.

Angela Merkel scheint einen Kampf gegen Windmühlen zu führen und muss vor dem hochrangigen Gremium die europäische Linie der Wirtschaftspolitik verteidigen. Von Seiten der Europäer wird eine Erholung der Wirtschaft nur gesehen, wenn die Staaten entsprechend ihre Schulden abbauen. Die USA fordern von Europa genau das Gegenteil. Es sollen Schulden gemacht werden, um die Konjunktur zu fördern.

Die USA wollen die neuen Gesetze nicht nur auf dem G8-Gipfel sondern auch auf dem G20-Gipfel vorstellen. Die Europäer sind noch lange nicht so weit mit ihren Gesetzen zur Finanzmarktregulierung, obwohl man hier schnelle Lösungen angekündigt hatte, nachdem die Finanzmarktkrise im Jahr 2008 ihren Lauf nahm.

Am Samstag folgt dann auf den G8- der G20-Gipfel. Hauptthemen werden die Finanzmarktreform und die Genesung der Weltwirtschaft sein. Obama hat die neuen Regelungen einen großen Schritt genannt. Angela Merkel kommt mit ihrer Finanzmarktsteuer jedoch nicht so recht an. Diese stößt international eher auf Ablehnung und scheint gänzlich vom Tisch zu sein.

Die Regelungen der US-Regierung sehen hauptsächlich vor, dass Banken künftig beim eigenen Handel mit Aktien und Wertpapieren deutlich beschränkt werden. Außerdem sollen Transaktionen mit hochriskanten Geschäften wesentlich strenger überwacht werden. Sollten die Geschäfte von Großbanken das Finanzsystem bedrohen, können diese in kleinere Sparten aufgeteilt werden.