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G8-Gipfel in Toronto: Außer Spesen nichts gewesen?

G8-Gipfel in Toronto: Außer Spesen nichts gewesen?

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/kwl/4390302066/sizes/m/## kennymatic
Immerhin kosten die G8- und G20 Gipfel in Toronto/Kanada an diesem Wochenende umgerechnet eine Milliarde Euro!

Das Gipfeltreffen ist damit zehnmal teurer als der G8-Gipfel vor drei Jahren in Heiligendamm.

Und wie sieht es aus mit den Verhandlungspunkten? Wenn man den Prognosen zum Ausgang der G8- und G20-Gipfel Glauben schenkt, hätte man dieses Spektakel eigentlich nicht veranstalten müssen.

„Bild“ titelt: „Merkel gegen Obama, Europa gegen USA. Vorstellungen über den künftigen Kurs in der Wirtschaftspolitik prallen hart aufeinander. Merkel und ihre Amtskollegen aus Frankreich, Großbritannien, Italien und Russland halten an einem harten Sparkurs und Defizitabbau fest, um nachhaltiges Wachstum zu sichern. Obama hingegen setzt weiterhin auf schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme.

Ein wichtiger Grund für diese auseinandergehenden Vorstellungen liegt in der unterschiedlichen Altersstruktur der verschiedenen Länder. Im Gegensatz zur USA werden die europäischen Gesellschaften immer älter, dadurch geht die Zahl der Arbeitnehmer zurück.

Die Angst vor einem Bankrott steht ebenfalls im Raum. Griechenland hat gezeigt, was mit überschuldeten Staaten geschieht. Ob gespart werden oder lieber das Geld ausgegeben werden sollte, darüber wird heute beim beginnenden G20-Treffen noch einmal ausführlich beraten werden. Es gibt bisher kaum nachweisbare Erfolge und die sind auch beim jetzigen G20-Treffen eher nicht zu erwarten.

Die globale Bankenabgabe hat so gut wie keine Chancen. Noch schlechter ist es um die von Merkel geforderte globale Transaktionssteuer bestellt. Dagegen sprachen sich nicht nur die Angelsachsen aus, die ihre starke Finanzindustrie schützen wollen, sondern auch viele Schwellenländer. Sie wollen sich die Hoffnung auf eine dynamische Entwicklung ihrer Finanzsektoren nicht verbauen.