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G20-Gipfel: Merkel zeigt Obama Stirn und wehrt dessen Vorhaben ab

G20-Gipfel: Merkel zeigt Obama Stirn und wehrt dessen Vorhaben ab

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/worldeconomicforum/368875884/sizes/m/in/photostream/##World Economic Forum
Die Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in Südkorea den Versuch der USA die Exporte Deutschlands zu begrenzen erfolgreich abgewehrt. Auch in Zukunft wird es keine Beschränkungen bei den Exporten der führenden Industrie- und Schwellenländer geben.

Angela Merkel hat in Seoul auf dem G20-Gipfel gesagt, dass es nicht sinnvoll sei die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes in lediglich einer Zahl auszudrücken.

Wie die Bundeskanzlerin anfügte, seien „jetzt auch alle“ von einem Vorschlag weg. Sie hatte sich im Vorfeld mit US-Präsident Barack Obama getroffen. Von Seiten der USA war vor dem G20-Gipfeltreffen gefordert worden, dass man das Verhältnis von Ex- und Importen begrenzen solle. Die Vorstellung der USA lag bei maximal vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Besonders wären China, Deutschland und Japan von einer solchen Maßnahme betroffen gewesen, die als exportstärkste Nationen unter solchen Maßnahmen leiden würden.

Hintergrund ist, dass die Amerikaner ihrer eigenen derzeit sehr schwachen Wirtschaft deutlich mehr Dynamik verleihen wollen. Dies allerdings auf dem Rücken der exportstarken Nationen austragen zu wollen ist eher fraglich. Merkel hat vorgeschlagen, dass der bessere und richtigere Ansatz sei einen künstlich erzeugten Währungskurs zu unterbinden, so dass tatsächlich gleiche Marktbedingungen herrschen und es nicht mehr zu Marktverzerrungen durch künstlich hochgehaltene Wechselkurse kommt.