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„Free Gaza“ – Aktivisiten überraschend von Israel abgeschoben

„Free Gaza“ – Aktivisiten überraschend von Israel abgeschoben

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/farshadebrahimi/3159001713/sizes/m/##Amir Farshad Ebrahimi
Die Mehrheit der 600 von Israel festgenommenen „Free Gaza“-Aktivisten wurde jetzt bereits abgeschoben in ihre Heimatländer.

Unter den Freigelassenen sind die meisten türkische Staatsbürger. Es verlautet, dass auch die übrigen der insgesamt 680 aus 37 Staaten stammenden Aktivisten innerhalb der nächsten 48 Stunden Israel verlassen können. Sie wurden zuvor in einem Gefängnis in Beersheba festgehalten.

Israel werde an der Seeblockade aus Sicherheitsgründen allerdings weiterhin festhalten betonte Regierungschef Netanjahu gegenüber seinem Kabinett. Es ginge darum, den durch die Hamas organisierten Waffenschmuggel zu kontrollieren.
Er wiederholte, dass es sich bei der Free-Gaza-Aktion nicht um eine Friedensmission sondern um einen „vorsätzlichen Akt der Gewalt“ gehandelt habe.

Vom palästinensischen Präsidenten Machmud Abbas war zu hören, dass er trotz der israelischen Militäroperation die „indirekten Friedensgespräche“ fortsetzen wolle. Geplant ist in der kommenden Woche in Washington ein Gespräch mit dem US-Präsidenten Obama.

682 Aktivisten aus 42 Ländern hatten versucht, mit 6 Schiffen 10.000 Tonnen Hilfsgüter in den Gazastreifen zu bringen. Die irische Regierung forderte Israel inzwischen auf, ein weiteres Frachtschiff aus Irland, die „Rachel Corrie“ seinen geplanten Weg nach Gaza fortsetzen und passieren zu lassen.

Der türkische Ministerpräsident Erdogan ließ es sich nicht nehmen, Israel zu warnen, weiterhin die Geduld der Türken nicht auf die Probe zu stellen.