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Frankreich: Arbeitsminister als Schatzmeister nach Spendenaffäre zurückgetreten

Frankreich: Arbeitsminister als Schatzmeister nach Spendenaffäre zurückgetreten

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/ministere-du-travail/4598484882/##Ministère Travail Solidarité Fonction Publique
Éric Woerth ist Arbeitsminister in Frankreich. Heute ist er als Schatzmeister der Regierungspartei zurückgetreten. Sogar Präsident Nicolas Sarkozy hat ihn zu dieser Entscheidung gedrängt. Für die Partei „Union für eine Volksbewegung“ (UMP) war er nicht mehr tragbar.

Woerth, der als einer der engsten politischen Verbündeten des französischen Präsidenten gilt, solle sich in Zukunft auf die geplante Rentenreform konzentrieren, sagte Sarkozy in einem Fernsehinterview.

Der Arbeitsminister steht unter dem Verdacht, illegale Wahlkampfspenden im Jahr 2007 in Höhe von 150.000 Euro angenommen zu haben. Die Spende soll von der reichsten Frau Frankreichs, der L`Oréal-Erbin Liliane Bettencourt, gekommen sein.

Frankreichs Präsident Sarkozy steht aber nach eigenen Angaben weiter zu Woerth und sieht keinen Grund, den Minister zu entlassen. Die Popularitätskurve des Präsidenten weist in Frankreich inzwischen weit nach unten und es gibt heftigen Widerstand gegen seine Reformprojekte. (dts Nachrichtendienst)