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Fluterschen (Rheinland-Pfalz): Inzest – Vater missbrauchte seine 3 Kinder 20 Jahre lang

Fluterschen (Rheinland-Pfalz): Inzest – Vater missbrauchte seine 3 Kinder 20 Jahre lang

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/spaceamoeba/117317413/sizes/m/in/photostream/##spaceamoeba
Ein Verbrechen, dass man mit dem normalen Menschenverstand überhaupt nicht fassen kann. Über 20 Jahre lang soll ein arbeitsloser Lkw-Fahrer aus Fluterschen (Westerwald) seine drei Kinder missbraucht haben. Damit nicht genug, zwei Töchter, davon eine leibliche Tochter (18), soll er zur Prostitution gezwungen haben.

Mit seiner Stieftochter soll er innerhalb von zehn Jahren acht Kinder gezeugt haben. Davon sei eines gestorben. Auch an dem heute 28-jährigen Stiefsohn soll er sich vergangen haben. Es liest sich wie ein Horror-Traum, ist aber unglaubliche schreckliche Wahrheit.

Der bestialische Täter steht am kommenden Dienstag vor einem Koblenzer Gericht. Er sitzt seit August letzten Jahres in Untersuchungshaft. Die Anklage wirft ihm vor, sich an seiner leiblichen Tochter Janine, die gerade einmal 18 Jahre alt ist und seiner Stieftochter Natalie (28) vergangen haben. Die Stieftochter hat von ihm sieben Kinder.

Es ist das schlimmste Inzestverfahren seit dem Österreicher Josef Fritzl, der seine Tochter Elisabeth 24 Jahre in einem Keller eingesperrt, missbraucht und mit ihr sieben Kinder gezeugt hatte. Er war 2009 zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Das zuständige Jugendamt bestreitet im jetzigen Fall des 48-jährigen Sadisten Detlef S. jede Mitschuld, doch vom 28-jährigen Sohn Florian werden schwere Vorwürfe erhoben. Er habe bereits 2002 dem Jugendamt die schrecklichen Vorkommnisse komplett mitgeteilt. Die Akten wurden trotzdem wieder geschlossen, die Hilferufe sollen ignoriert worden sein. Es gab sogar im Hause des Detlef S. eine amtliche Familien-Haushaltshilfe. Außerdem gingen aus dem Umfeld Hinweise auf Misshandlungen ein. Bis jetzt wurde das alles ignoriert.

Merkwürdig auch, dass in dem nur 750 Einwohner zählenden Ort Fluterschen keinem Menschen etwas aufgefallen ist, obwohl einzelne Kinder dort sogar den örtlichen Kindergarten besuchten. Es wurde wohl darüber getuschelt, aber keiner konnte wohl so etwas Schreckliches glauben. Dem entsetzlichen arbeitslosen Lkw-Fahrer drohen jetzt 15 Jahre Haft und anschließende Sicherheitsverwahrung.