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Flugverbot wegen Aschewolke: Vulkanausbruch in Guatemala und Ecuador

Flugverbot wegen Aschewolke: Vulkanausbruch in Guatemala und Ecuador

In Lateinamerika sind zwei Vulkane ausgebrochen. Tausende Menschen flüchten und müssen evakuiert werden. Der Vulkan Pacaya in Guatemala war am Donnerstag ausgebrochen und schleudert noch immer große Mengen an Gestein und Asche in die Luft.

Nicht unweit der Stadt Guatemala-City liegt der Pacaya. Seine Eruption hatte zur Folge, dass sich in den Straßen der Stadt eine Schicht aus Asche abgesetzt hat, die bis zu acht Zentimeter dick war. Die Straßen wurden mit Baggern wieder freigeschaufelt. Auch der Flughafen der Stadt wurde in Mitleidenschaft gezogen, so dass dieser vorrübergehend geschlossen werden musste, denn das Rollfeld war mit einer Ascheschicht bedeckt, die zunächst entfernt werden musste.

Die Regierung hat die Einwohner aufgefordert, die Häuser nicht zu verlassen. Außerdem wurden rund 2.000 Menschen evakuiert, die in der Nähe des Pacayas leben. Ein Todesopfer hat der Vulkanausbruch auch schon gefordert. Es handelt sich um einen Fernsehreporter, der von glühenden herabstürzenden Felsbrocken erschlagen wurde.

Auch in Ecuador ist es zu einem Vulkanausbruch gekommen. Der Tungurahua ist ausgebrochen und schlägt hunderte Menschen in die Flucht, die in der Nähe des Vulkans leben. Es steigt eine Rauch- und Aschesäule auf, die bis zu zehn Kilometer in die Atmosphäre reicht. Aufgrund der entstandenen Aschewolke musste der Flughafen in Guayaquil geschlossen werden. Guayaquil ist die größte Stadt des Landes. Experten haben allerdings gesagt, dass die Flugausfälle nicht annähernd die Ausmaße der Flugverbote haben, die in Europa wegen des isländischen Vulkans verhängt wurden.