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Flüchtlinge Lampedusa: Verstärkter deutscher Grenzschutz wegen Einreise

Flüchtlinge Lampedusa: Verstärkter deutscher Grenzschutz wegen Einreise

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/wherearethejoneses/1244014060/sizes/m/in/photostream/##where are the joneses
Der Flüchtlingstrom aus Libyen und Tunesien auf die italienische Insel Lampedusa reißt nicht ab. Die Menschen wagen immer wieder die Flucht durch die oftmals stürmische See und viele haben dabei durch alte gekenterte Schiffe ihr Leben verloren, auch in jüngster Zeit.

Es ist ein schreckliches Drama, was sich vor der Küsten und in den Flüchtlingslagern der kleinen Insel Lampedusa selbst abspielt. Um der Lage Herr zu werden hat Italien jetzt in Erwägung gezogen, den immer größer werdenden Strom der Flüchtlinge zu begegnen und durch Ausstellung von Touristenvisa die Einreise in die EU legal zu ermöglichen.

Dagegen laufen jetzt viele Politiker, hauptsächlich in Deutschland und Frankreich Sturm. Beim EU-Innenministertreffen in Luxemburg hat der deutsche Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) nochmals sichergestellt, dass ein europäisches Eingreifen nicht notwendig wäre. Auch in Bayern hat sein Amts- und Parteikollege Herrmann bereits strengere Grenzkontrollen angedroht. In Hessen wurden ebenfalls ein Beschluss hierzu gefasst. Da viele Flüchtlinge aus Tunesien in Lampesuda ankommen, sind dies nach geltendem Recht keine Asylsuchenden sondern Wirtschaftsflüchtlinge, die nicht aufgenommen werden sollen. Auch Frankreich wehrt sich genauso wie Deutschland zur Aufnahme der tunesischen Wirtschaftsflüchtlinge. Sie würden wieder in ihr Heimatland zurückgeschickt. In Luxemburg beraten die 27 EU-Innenminister weiterhin darüber, wie das Flüchtlingsproblem gelöst werden kann.