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Firmengründung in den USA – ein kalkulierbares Risiko

Firmengründung in den USA – ein kalkulierbares Risiko

31. Oktober 2013

150.000 Familien verlassen jedes Jahr die Heimat, um in der Ferne ihr Glück zu suchen. Viele gehen nach Kanada, einige nach Neuseeland und Australien, aber die Nummer eins unter den Ländern, die Auswanderer bevorzugen, ist noch immer die USA. Amerika ist nach wie vor das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, und wer keinen Job suchen will, der macht sich in den Vereinigten Staaten selbstständig. Aber geht das so einfach, in den USA eine eigene Firma zu gründen? Welche bürokratischen Hürden müssen genommen werden, und was sollte man beachten?

Die amerikanischen Gesetze

Wenn es um die Gesetzgebung geht, dann darf man die USA nicht einheitlich betrachten, vielmehr hat jeder der Bundesstaaten seine eigenen Gesetze. Bei der Firmengründung in den USA ist daher immer wichtig, in welchem Staat die Firma gegründet werden soll. Die nächste Fragen, die sich bei der Firmengründung in den USA stellt, ist, welche Form das Unternehmen haben soll. Für Unternehmer aus dem Ausland ist eine sogenannte Corporation, die Aktiengesellschaft die beste Form. General Partnership, die offene Handelsgesellschaft, Limited Partnership, eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung und auch die Limited Liability Company, die Kapitalgesellschaft, sind weniger zu empfehlen. Eine Firmengründung in einem der amerikanischen Staaten ist auch ohne die berühmte Green Card jederzeit möglich, alles, was man haben muss, ist ein sogenanntes Investoren Visum. Mit diesem Visum kann man überall in den Staaten leben und auch arbeiten. Was eine Firmengründung in Amerika für Deutsche interessant macht, ist, dass das geschäftliche Risiko sich in überschaubaren Grenzen hält. Wird eine Corporation gegründet, dann können für alle Verpflichtungen und auch Schulden die Eigentümer, also die Aktionäre nicht haftbar gemacht werden. Bei einer Einzelfirma ist das nicht möglich.

Was kostet eine Firmengründung in den USA?

Nicht nur Auswanderer, die in den USA eine Firma gründen wollen, stellen sich die Frage, was das Ganze kostet. Auch für alle, die in Deutschland vielleicht schon eine Firma haben und ein zweites Standbein in Amerika haben möchten, ist diese Frage interessant. Grundsätzlich gilt: eine Firmengründung in Amerika ist um einiges günstiger als das in Deutschland der Fall ist. Alle, die in der Heimat eine GmbH gründen wollen, müssen mindestens 25.000,- Euro mitbringen, in den USA reicht dagegen ein Stammkapital für eine Corporation von 1.000,-  Dollar. Aber auch steuerlich lohnt sich eine Firmengründung in den USA, denn wenn eine Tochterfirma im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gegründet wird, dann ist diese Firma von der Steuer absetzbar. Problemlos und ohne bürokratische Hürden ist es auch möglich, die Firma an eine andere Person, zum Beispiel an die Kinder zu übertragen. Jede amerikanische Aktiengesellschaft kann jederzeit Immobilien erwerben, sie kann auch Investmentgüter wie Maschinen kaufen und nach Belieben vermieten. Jede Corporation kann auch ins deutsche Handelsregister eingetragen werden, und das auch ohne den Nachweis, das Stammkapital vorhanden ist.

Fazit

Alle, die in den USA als selbstständige Unternehmer durchstarten wollen, können das ohne große Probleme und auch ohne allzu hohe Kosten tun. Wer in der neuen Heimat autonom leben will, der bekommt dazu die besten Voraussetzungen.