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Finanzverwalter übt harsche Kritik an UBS

Finanzverwalter übt harsche Kritik an UBS

Peter Siegenthaler, Finanzverwalter, übt heftige Kritik am Schweizer Bankhaus UBS. Er hat sogar im Zusammenhang mit den Geschäftspraktiken der Bank von „Arroganz“ und „Dummheit“ gesprochen. Bei der UBS hätte man größere Fehler gemacht als bei der damals insolventen Swissair. Der Direktor der Eidgenössischen Finanzverwaltung sagte, dass sich gleich zwei fehlerhafte Entwicklungen kumuliert hätten. Zu sehr hätte die Großbank auf Papiere gesetzt, bei denen extrem große Wertberichtigungen durchgeführt werden mussten.

Selbst als der Finanzplatz unlängst erkannt hatte, dass man besser nicht auf unversteuerte Vermögen setzen sollte, hat die UBS immer noch aggressiv auf diese Strategie gesetzt. Es wäre eine riesengroße Dummheit gewesen, so Siegenthaler ganz unverblümt.

Er könnte keine abschließende Erklärung für ein solches Verhalten finden. Lange Zeit wäre die UBS als Klassenbeste gehandelt worden. Deshalb wäre Kritik an ihr schwierig gewesen. Außerdem tat sie sich schwer Kritik ernsthaft anzunehmen.

Er erwähnt außerdem die staatlichen Hilfen, die der UBS entgegengebracht wurden. Mit dem 12. Oktober 2008 wäre ganz klar gewesen, dass die UBS Kapital vom Bund benötigen würde. Er hat dem Bundesrat damals einen Antrag stellen müssen, dass die größte eidgenossenschaftliche Ausgabe an ein einzelnes Unternehmen gewährt wird. Ihm wäre es damit nicht gut gegangen.

Er hätte sich zu keiner Zeit die Frage gestellt, warum er deutlich weniger verdient als die Manager der UBS, obwohl er diese doch durch sein Engagement gerettet hat. Siegenthalter sagte dazu, er würde nicht in solchen Kategorien denken. Vielmehr hätte er sich über die Arroganz aufgeregt, die ihm in einzelnen Fällen bei der UBS entgegengebracht wurde.

(Quelle: Cash)